Bővebb ismertető
Kurz nach dem Symposium Das gláserne Tier", am 16. April 2010, ist der Nestor der deutschsprachigen Tierzucht, Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Horst Kráusslich verstorben. Seine bereits stark angeschlagene Gesundheit hatte ihn daran gehindert, am Symposium teilzunehmen. Wir gedenken an dieser Stelle seiner, denn ohne sein Wirken hátte die Forschungsrichtung, die beim Symposium behandelt wurde, in Deutschland nicht die bekannte Entwicklung genommen und Bedeutung erhalten. Horst Kráusslich wurde am 2. August 1926 in Fürth am Berg geboren. Dort besuchte er von 1933 bis 1937 die Volksschule und anschlieBend in Neustadt (bei Coburg) bis 1944 die Realschule und Oberrealschule. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft schloss er 1947 eine landwirtschaftliche Lehre mit der Gehilfenprüfung ab und besuchte dann die Landwirtschaftsschule in Coburg. Von 1948 bis 1951 folgte ein Studium der Landwirtschaft an der Technischen Universitát München, Fakultát für Landwirtschaft in Weihenstephan, das er als Diplom-Landwirt abschloss. Von 1951 bis 1954 war er Referendar im Bayerischen Landwirtschaftlichen Staats- und Tierzuchtdienst und anschlieBend bis 1959 Tierzuchtassessor am Tierzuchtamt Passau. Im Jahr 1956 promovierte er an der Technischen Universitát München mit einer Arbeit über die Merinozucht (Erbwertermittlung in Woll- und Körpereigenschaften an Stammböcken der bayerischen Merinolandschafzucht"). 1959 wechselte er ins Landwirtschaftsministerium in München, wo er sowohl als Referent für Schweine- als auch für Rinderzucht tátig war und Gescháftsführer diverser einschlágiger Verbánde und Arbeitsgemeinschaften wurde. 1970 wurde er, áuBerst ungewöhnlich für einen Ministerialbeamten, ohne Habilitation auf den Lehrstuhl für Tierzucht der Ludwig-Maximilians-Universitát (LMU) in München berufen und mit der Leitung des Lehr- und Versuchsgutes in OberschleiBheim beauftragt. Ich erinnere mich gut an seine Schilderung seines akademischen Werdeganges. Er wollte habilitieren, aber die Veterinármedizinische Fakultát der LMU, an die er sich gewandt hatte, wollte das nicht. Das hatte, wie sich bald zeigte, nichts mit ihm persönlich zu tun, sondern war eine hochschulpolitische Aktion, die mit dem potenziellen Habilvater in Zusammenhang stand. Dass man Horst Kráusslich persönlich durchaus wollte, zeigte sich unmittelbar, nachdem das Ordinariat altersbedingt frei und neu besetzbar geworden war: Die Veterinármedizinische Fakultát hat ihn, sozusagen freihándig", aus seiner Position als Referent für Rinderzucht am Bayerischen Staatsministerium für Ernáhrung, Landwirtschaft und Forsten direkt als Ordinarius an die LMU geholt.