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MADRIDZUR GESCHICHTEEiner antiken Sage nach geht die Gründung der ersten Siedlung auf den Hügeln, wo sich heute Madrid erstreckt, auf Oknos, den Sohn der schönen Seherin Manto und des Flußgottes Tiberinus, zurück. Es wird überliefert, daß der von seinen beiden Stiefbrüdern aus der italischen Heimat vertriebene junge Oknos nach langen Irrfahrten über Länder und Meere schließlich eine liebliche, wald- und wasserreiche Hügellandschaft erreichte, wo er an den Ufern eines Flusses eine Stadt gründete. Zur Erinnerung an die italische Stadt Mantua und zu Ehren seiner in der Ferne lebenden Mutter nannte er sie Mantua Carpe-tana.Die Etymologie des heutigen Namens bleibt zwar umstritten, steht aber zweifellos im Zusammenhang mit dem Flußreichtum der Landschaft, von dem die Sage berichtet. Manche Historiker leiten den Namen Madrid vom keltischen Magerito ab. das sich aus dem Substantiv ritu (Brücke oder Furt) und dem Adjektiv Mageto (groß) zusammensetzt; andere beziehen ihn auf den arabisierten, christlichen Ortsnamen Matrit. der von der älteren Form Matrice (Mutter des Wassers) bzw. der späteren islamischen Version Mayrit, herrührt.Zur Zeit der römischen Besetzung war das künftige Madrid ein winziges Dorf mit rund hundert Einwohnern, die sich von Viehzucht und