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ERSTES KAPITEL
Im lauen Frühlings regen schmolz der Schnee hoch oben auf der Sägezahn-Bergkette, und die herabstürzenden Wassermengen Ueßen die Quellflüsse des Salmon-Stromes mächtig anschwellen.
Die steigende Flut zerstörte den Bau einer Biberkolonie, doch eins ihrer Mitglieder, ein altes, verkrüppeltes Muttertier mit einem Jungen, konnte auf der Flucht den anderen nicht so rasch folgen und blieb hinter ihnen zurück. SchließHch kam es in ein Tal, durch das ein Fluß sich zwischen breiten Felsenufern hinschlängelte, auf denen einzelnstehende, stattliche Föhren und zusammengedrängte Weiden und Espen wuchsen.
Dort, wo ein kleiner Bach in diesen Fluß einmündete, machte die Bibermutter halt und ging an einer geschützten Stelle unter dem drohend aufragenden Berghang an die Arbeit. Während ihr Junges munter herumplätscherte und spielte, riß sie Zweige ab, schleppte Äste, Stangen und Fels stücke herbei, verband imd verklebte alles mit Lehm, bis sie einen Damm quer durch den Bach gebaut hatte, hinter dem sich das Wasser zu einem stillen Teich staute.
Eines Abends nun, als sich der Widerschein des Sonnemmtergangs mattrot in dem Teiche spiegelte, ''und tiefes Schweigen sich wie ein schützender Mantel über das Tal breitete, bemerkte die Biberalte, daß
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