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Zwei Gedanken drangen sich mir auf, da ich das Vorwort für die Neu-auflage dieses Buches schreibe.
Sein ursprünglicher Titel lautete „Söldner und Sold".Er sollte dasSchick-sal jener beklagenswerten deutschen Landeskinder kennzeichnen, die von ihren Herren als Söldner ins Ausland verkauft wurden. Er sagte aber nicht genug. Denn die deutschen Söldner von 1776 blieben nicht nur ohne Sold, sie erhielten als Lohn Wunden und Leiden, Not und Tod kurz, es erging ihnen so, wie es denjenigen unserer Brüder in Westdeutschland erging, die als Söldner in fremden Diensten auf den Kriegsschauplatzen von Vietnam und anderwarts Gesundheit und Leben lassen muBten - für eine fremde, eine schlechte Sache.
Das war der erste Gedanke. Und der zweite? Am Ende der Geschichte von Kaspar Schmecks groBem Abenteuer heifit es: „Die Freiheit bleibt nur bei dem, der ihrem Geist die Treue halt." Der das spricht, ist ein Kámpfer der amerikanischen Befreiungsarmee von 1776.
An seine Worte mögen die Leser denken, wenn sie das Amerika unserer Tage mit dem damaligen vergleichen. Weil diejenigen, die heute in Amerika den Ton angeben, dem Geist von 1776 untreu geworden sind, erieben wir das traurige Schauspiel eines Amerikás, das seine schwarzen Bürger entrechtet, seine besten Söhne und Töchter verfolgt, den Dollár anbetet und den Geist verachtet, im Frieden eine Gefahr und in der Kriegshetze ein gutes Geschaft sieht. Deshalh befinden sich auch heute amerikanische Truppén als gehaBte Besatzungen in Lándern fern von ihrer Heimat und spielen dort die gleiche schimpfliche Rolle wie die Englánder und ihre hessischen Söldnertrup-pen 1776, und sie werden wie diese in ihren Feldzügen und Interventionen Schiffbruch erleiden. Der Sieg wird wieder den Armeen der Freiheit ge-hören. Zu den Siegern werden aber auch die heutigen amerikanischen Kas-pars und Anselms, die fortschrittlichen und friedliebenden Amerikaner, die Érben und Bewahrer der freiheitlidien Ideen von 1776 gehören.
Alex Wedding