Bővebb ismertető
EinführungJede Enzyklopädie muß, wenn sie ein effektives Nachschlagewerk sein will, innerhalb fest umrissener Grenzen bleiben. Als zeitliche Obergrenze wurde für das Große Antiquitäten-Lexikon" das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts gewählt. Zwar werden Antiquitäten gewöhnlich als Gegenstände definiert, die mindestens hundert Jahre alt sind. Es schien aber dringend geboten, den Jugendstil (und dessen außerdeutsche Spielarten wie Art Nouveau oder Modern Style) angesichts des großen Interesses, den er seit Jahren bei Sammlern von Antiquitäten findet, in die Darstellung einzubezie-hen. Die zeitliche Untergrenze ist nicht so scharf gezogen ; sie fällt etwa mit dem Beginn der europäischen Renaissance zusammen. Es gab jedoch keine Rechtfertigung dafür, dieses Kriterium auch auf die außereuropäischen Kulturen anzuwenden. Frühe islamische Erzeugnisse sind daher behandelt, vor allem soweit sie für in Europa gebrauchte Stile und Techniken von Einfluß geworden sind. Die Behandlung des Fernen Ostens machte eine noch um viele Jahrhunderte weiter zurückgehende Ausweitung bis hin zu den archaischen Kulturen notwendig.Strenge stoffliche Begrenzung war gelegentlich notwendig, um alle wichtigeren Gruppen von Antiquitäten behandeln zu können. Deshalb wurden Maler nur dann aufgenommen, wenn und soweit ihr Werk eine Beziehung zum Kunsthandwerk hat, z. B. mit Entwürfen, die auf Keramik oder Wandteppichen erscheinen. Desgleichen wurden Architekten berücksichtigt, soweit sie Einfluß auf Möbelstile hatten, und Bildhauer, wenn deren Werke etwa als Kleinbronzen oder Keramikfiguren hergestellt wurden. Das Große Antiqui-täten-Lexikon" berücksichtigt sowohl biographische Artikel als auch Sachartikel. Die Sachartikel informieren u.a. über Gegenstände, Materialien, Techniken, Stile und Herstellungszentren.Allgemeines Kriterium für die Aufnahme eines Gegenstandes oder einer Gruppe von Gegenständen war, daß von ihnen über ihren Gebrauchszweck hinaus eineästhetische Ausstrahlung ausgeht - Einzelheiten primitiver Hausausstattung wurden daher kaum berücksichtigt. Besonders wertvolle Museumsstücke wurden zwar in Einzelfällen aufgenommen, sonst aber wurde die Auswahl der Artikel auf sammelbare Antiquitäten abgestellt.Bei den Abbildungen dagegen wurde durchgängig auf qualitätvolle Stücke Wert gelegt, weil der Sammler und Freund von Antiquitäten sich stets an guter Qualität orientieren sollte.Innerhalb der gewählten Grenzen war es das Bestreben, möglichst viel an Information auf dem zur Verfügung stehenden Raum zu bieten. Es wurde daher eine knappe Ausdrucksweise bevorzugt, die es aber zugleich erlaubte, ohne viele Abkürzungen auszukommen. Es wurden nur solche Abkürzungen verwendet, die auch sonst gebräuchlich und allgemein verständlich sind. Sorgfältig wurde jeder Ausdruck persönlichen Geschmacks oder privater Meinung ausgeklammert, wobei stets berücksichtigt wurde, daß die Benutzer einer Enzyklopädie Tatsachen suchen und daß jede Verwäs-serung der Fakten daher falsch sein würde. Die alphabetische Anordnung wurde gewählt, um die einzelnen Sachverhalte leichter auffindbar zu machen. Aus dem gleichen Grund wurde auch anstelle langer Artikel eine große Zahl gewöhnlich kurzer Artikel verfaßt, wobei Querverweise auf Zusammenhänge oder auf alternative Begriffe usw. hinweisen. Für zusammengesetzte Begriffe wurde die übliche Wortfolge beibehalten (z.B. Grüne Chün-Ware", nicht Chün-Ware, grüne"). Es war das Ziel, ein Nachschlagewerk für eine möglichst große Leserschaft zu schaffen. Allerdings wurde dabei nicht der Versuch gemacht, innerhalb der einzelnen Artikel jeden Fachausdruck zu vermeiden, da das zu weniger genauen Umschreibungen geführt hätte. Wohl aber werden solche Fachausdrücke, die nicht zur Umgangssprache gehören, in eigenen Artikeln erklärt. Auf sie wird in der Regel durch Verweise aufmerksam gemacht.