EinleitungDie Entdeckung der Aura ist keine Errungenschaft der Neuzeit. Schon In den Mysterienschulen Ägyptens und In der griechischen Antike kannte man die Ausstrahlung um alle belebten Wesen. Später übernahm die frühchristliche Helllgenmalerel (Aureole) diese Vorstellung, und auch die Cloriola" der römischen Kaiser verweist auf dasselbe Phänomen. Wenn man einmal davon ausgeht, dass nicht alle diese historischen Fälle auf simpler Einbildung oder bloßer Nachahmung beruhen, dann war es offensichtlich zu allen Zelten bestimmten besonders...
EinleitungDie Entdeckung der Aura ist keine Errungenschaft der Neuzeit. Schon In den Mysterienschulen Ägyptens und In der griechischen Antike kannte man die Ausstrahlung um alle belebten Wesen. Später übernahm die frühchristliche Helllgenmalerel (Aureole) diese Vorstellung, und auch die Cloriola" der römischen Kaiser verweist auf dasselbe Phänomen. Wenn man einmal davon ausgeht, dass nicht alle diese historischen Fälle auf simpler Einbildung oder bloßer Nachahmung beruhen, dann war es offensichtlich zu allen Zelten bestimmten besonders begabten Menschen möglich, Erscheinungen wahrzunehmen, die jenseits des normalen Sehvermögens anzusiedeln sind.Gleiches wie für die Aura gilt auch für die Idee höherer, feinstofflicher Körper des Menschen, gleichsam Zwischenglieder zwischen Körper und Geistseele. Die eingeweihten Ägypter wussten um das Ka", mit dem der Initiierte seine physische Hülle verlassen konnte, um In die Zwischenwelten zu reisen. Die Indische Metaphysik kannte ätherische und astrale Körper ebenso wie die jüdische Kabbala. Im Mittelalter taucht die Vorstellung vom Astralleib" auch Im Abendland auf, etwa In den Schriften von Paracelsus. Wie unterschiedlich die jeweiligen Traditionen, in denen diese Vorstellungen nachzuweisen sind, auch sein mögen, grundsätzlich Ist Ihnen allen der Glaube an eine höhere Wirklichkeit zu eigen, die den Menschen nach seinem Erdentod erwartet, In die er aber, unter gewissen Voraussetzungen, bereits während seines Erdenlebens Zutritt erhalten kann. Diese höhere oder lichtere Welt umhüllt oder durchdringt die physische und kann, ebenfalls nur unter gewissen spirituellen Voraussetzungen, auch bereits während des Erdenlebens wahrgenommen werden.In der Neuzelt beginnt die moderne Aura-Forschung am Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie Ist vorrangig mit zwei Namen verknüpft, die gleichsam bis heute stellvertretend für zwei Vorgehenswelsen stehen. Zum einen handelt es sich um den Hellseher Charles W. Leadbeater (1854-1934), zum anderen um den Arzt Walter J. Kllner (1847-1920). Während Leadbeater mehrere Werke über seine Schauungen und hellsichtigen Beobachtungen veröffentlichte, publizierte Kllner 1911 ein erstes Werk, das sich einer wissenschaftlichen Erforschung der Aura widmete. In den knapp einhundert Jahren,
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