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VORWORT,Ls hegt in jedem Geschöpf der Natur etwas Wunderbare$."ArisioteJesDieser Ausspruch des großen griechischen Philosophen, der in seiner zehnbändigen ,.Geschichte der Tiere" nicht mehr als rund fünfhundert Tierarten vorstellte, möge uns die rechte Einstellung geben, wenn wir das vorliegende moderne Bilderbuch derTieredurch-blättern. Und nachdem dann unsere erste Neugierde gestillt ist und wir so ungefähr wissen, welchen Reichtum an Formen und Gestalten diese Buchdeckel bergen, dann verlohnt es sich, ganz bedächtig noch einmal von vorn zu beginnen. Denn auf diese Weise wird sich uns der nicht weniger wunderbare Entwicklungsweg des Lebens offenbaren, der uns erst zu einem richtigen Verständnis des Tieres führt.Schon In den warmen Urmeeren vor mehr als tausend Millionen Jahren lebten die einzelligen Geißeltierchen. Manche von ihnen, wie beispielsweise die Augentierchen oder Schönaugen und die Panzergeißeltierchen, vermochten noch wahlweise zwischen den Lebensformen der Pflanzen und der Tiere hin- und herzupendeln. Andere wieder vereinigten sich zu Kolonien, also zu wenigstens äußerlich verbundenen Organismen, Die Kugeltierchen bildeten innerhalb einer gemeinsamen Gallertkugel bereits einen tausendzelügen Zweckverband, in dem es zu einer sinnvollen Arbeitsteilung kam. Aus diesen Zweckverbänden erwuchsen die ersten Lebewesen mit mehreren Zellen, von denen jedes schon weit-gehend auf bestimmte Leistungen und Aufgaben spezialisiert war.Bei den Schwämmen, diesen im Grunde schlauchförmigen Lebewesen, bilden die Geißelzellen und die äußeren Plattenzellen eine Art von Gewebeschicht, während die Fraß-und die Keimzellen noch frei umherwandern. In der Gewebeschicht treten auch, wenigstens andeutungsweise, die ersten Körperhöhlen in der Gestalt von sackförmigen Ausbuchtungen und zahlreichen Kanälen auf. Der Weg zum sogenannten Hohltier, zu den Hydroiden, den Quallen und den Korallen ist frei. Bald bilden die Schutz- und Sinneszetlen eine äußere Deck- oder Hüllschicht, die Freß-und Ernährungszellen eine innere Schicht. Zwischen beide Schichten schieben sich Stützlamellen. Die Leibeshöhle vertritt als einziger Körperhohlraum der Darm. Mindestens 800 Millionen Jahre alt sind die Schwämme.Und schon bald darauf lösen sich diese Schläuche vom Meeresboden, strecken sich und beginnen als bindfadendünne Schnurwürmer davonzukriechen, als bandförmige Strudelwürmer zu schwimmen. Immer vielgestaltiger werden diese Schlauchwürmer, die nun eine echte Körperhöhle besitzen. Als winzige durchsichtige Rädertierchen und Bauchhaarlinge strudeln sie, Propellern gleich, durchs Wasser, als Hakenrüßler kriechen sie durch den Schlamm, als Faden-