Bővebb ismertető
Vorwort zur deutschen AusgabeDAS GROSSE LEXIKON DER MUSIK wurde geplant als deutsche Ausgabe des im Verlag Bordas, Paris, erschienenen DICTIONNAIRE DE LA MUSIQUE von Marc Honegger, um dieses Werk, das unter den modernen Musiklexika binnen kurzem einen beachtlichen Platz eingenommen hat, dem deutschen Benutzer unmittelbar zugänglich zu machen. Bei der Verwirkhchung dieses Planes ist es eine wesentliche Aufgabe, eine bewährte Konzeption beizubehalten, nämlich ein wissenschaftlich fundiertes Nachschlagewerk vor allem auch für den Musikliebhaber zu schaffen, d. h. das heutige Wissen über Musik und Musiker gut lesbar und verständlich zu vermitteln und durch eine umfangreiche und wohldurchdachte Bebilderung zu illustrieren. Verlag und Herausgeber sind sich bewußt, daß DAS GROSSE LEXIKON DER MUSIK nicht eine bloße Übersetzung sein kann, daß vielmehr die gestellte Aufgabe allein durch eine durchgehende Bearbeitung des DICTIONNAIRE zu erreichen ist. Dazu gehört selbstverständlich, daß alle Informationen auf den gegenwärtigen Stand der musikwissenschaftlichen Forschung gebracht werden: das betrifft die Werkverzeichnisse lebender Komponisten wie die Ausgaben- und Literaturverzeichnisse insgesamt, die zu ergänzen sind, das betrifft aber auch die Aussagen über Leben und Werk der Komponisten, über musikalische Formen und Gattungen und andere Sachverhalte. Hier führt die Berücksichtigung neuer Erkenntnisse mitunter zu neuer Bewertung und eigener Akzentsetzung. Als unerläßlich erwies es sich bei der Planung des GROSSEN LEXIKONS DER MUSIK ferner, den Stichwortbestand und den Inhalt von Artikeln generell an den Erwartungen des deutschen Benutzers zu orientieren; auch die von Marc Honegger betreute französische Ausgabe verdankt ja ihre Eigenart und Beliebtheit nicht zuletzt der klugen Anpassung an die Gegebenheiten des französischen Musiklebens der Gegenwart. Der Herausgeber dankt dem Verlag ausdrücklich dafür, daß ihm für die notwendigen Veränderungen und Ergänzungen ein großzügiger Ermessensspielraum gewährt wird und daß ihm dafür auch zusätzlicher Raum zur Verfügung steht. Er bleibt bei alledem darauf bedacht, die spezifische Kompetenz des DICTIONNAIRE insbesondere hinsichtlich der Darstellung und Bewertung von Fakten und Ereignissen der französischen Musik- und Geistesgeschichte weitgehend zu wahren.Was die äußere Anlage des GROSSEN LEXIKONS DER MUSIK betrifft, so werden die in der französischen Ausgabe getrennt erschienenen Personen- und Sachteile nun unter einem Alphabet vereinigt, um die praktische Benutzbarkeit des Werkes zu erleichtern.Die Personenartikelwerden durch zahlreiche Neuaufnahmen von Artikeln über Interpreten (u. a. Dirigenten, Instrumentalisten, Sänger) aus allen Bereichen des Musiklebens ergänzt. Selbstverständlich werden auch die in den letzten Jahren neu zu Rang und Namen gelangten modernen Komponisten der verschiedenen stilistischen Richtungen durch neue Artikel berücksichtigt. Die Notwendigkeit einer Revision ergibt sich sodann für die Werkverzeichnisse von Komponisten vor 1800. Hier bietet neuerdings vor allem das Einzeldruckverzeichnis des Internationalen Quellenlexikons der Musik (RISM A I, 1971 ff.) eine verläßliche bibUographische Basis. Beibehalten werden dabei aber die besonders für französische Quellen und Ausgaben weiterreichenden Informationen des DICTIONNAIRE.Auf den Bestand der Sachartikel wirkt sich die Umfangerweiterung vornehmlich dahingehend aus, daß ein ganzer Komplex von Stichworten neu aufgenommen wird: Uber 600 Artikel behandeln Opern, Operetten