Bővebb ismertető
VORBEMERKUNGEN
Das Grüne Gewölbe ist eine der reichsten Schatzkammern Europas. Es war wegen seiner einzigartigen Ausstattung aus der Frühzeit des 18. Jahrhunderts wohl die berühmteste. Davon wurde am Ende des zweiten Weltkrieges ein erheblicher Teil zerstört. Der erhaltene Bestand wird restauriert.
Unter den gleichartigen Sammlungen ragt das Grüne Gewölbe hervor durch Umfang und Buntheit seines Bestandes. Es enthält über 3100 Werke aus Gold, Silber und Edelsteinen, aus fast allen Arten von Halbedelsteinen, aus Elfenbein, Bernstein und Perlmutter, Kokosnüssen und Straußeneiern, aus Email, Bronze, Eisen, Holz, Keramik und Glas. In jeder dieser Gruppen gibt es Arbeiten von höchstem Rang und kaum ein Stück von geringer künstlerischer QuaHtät.
Die letzte große Publikation über die Sammlung, Direktor Jean-Louis Sponsels vierbändiges Werk „Das Grüne Gewölbe zu Dresden", erschien in Leipzig von 1925 bis 1932. Ihm kommt grundlegende Bedeutung zu als Zusammenfassung einer hundertjährigen Forschungsarbeit, die von den Direktoren vollbracht worden war, und als Ergebnis jahrzehntelanger Beschäftigung dieses ausgezeichneten Gelehrten mit dem Bestand und der Geschichte der Dresdener Schatzkammer. Das vorliegende Buch erstrebt nicht, diese Arbeit an Umfang und an Erkenntnis zu ersetzen. Es entstand infolge eines zunehmenden Interesses der Öffentlichkeit an den Werken des Grünen Gewölbes, das sich in der ansteigenden Menge von Besuchern zeigt.
Diese PubHkation wird aber auch durch den zeitUchen Abstand zu Sponsels vier Bänden gerechtfertigt. Es wurde versucht, jene Erkenntnisse nachzutragen, um die unser Wissen über eine Reihe von Kunstwerken der Sammlung seit vierzig Jahren angestiegen ist. Die beschränkte Zahl der Katalogseiten verlangte dabei äußerste Knappheit. Außerdem konnte eine neue Entstehungsgeschichte der Schatzkammer vorgelegt werden. Beides war nach der Zerstörung der historischen Museumsräume und der Vernichtung der Bibliothek und sämtlicher Karteien schwierig. Dieses Buch belegt daher auch die Arbeit, die seit der Übergabe der geborgenen Kunstschätze durch die Regierung der Sowjetunion im Jahre 1958 von allen Mitarbeitern des Grünen Gewölbes geleistet worden ist.