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Vorwort zur zweiten Auflage
Die Notwendigkeit und Möglichkeit der Fertigung einer zweiten Auflage dieses Buches trotz härtester Nachkriegszeit beweist dem Verfasser, wie richtig es war, das arteigene Härteverhalten von Stahl technischen Kreisen näher zu erklären und dafür Wertzahlen vorzuschlagen. In den letzten Kriegsjahren wurden, bedingt durch Sparmaßnahmen fijr den Legierungsverbrauch, die Anwendungsgebiete von Baustählen eben entsprechend ihrem arteigenen Härteverhalten durch Anordnung E 23 b der Reichsstelle für Eisen und Stahl in Deutschland genormt. Dabei wurde als Maßstab für dieses arteigene Härteverhalten der Durchmesser, bis zu dem ein Stahl noch völlig durchvergütet, also genau entsprechend der von mir entwickelten „Wandlungsgrenze", festgelegt.
Ebenso enthält das vom Verein Deutscher Eisenhüttenleute Juli 1947 herausgegebene Stahl-Eisen-Werkstoffblatt Nr. 150 - 47 für das Härteverhalten von Werkzeugstählen fast genau die von mir in Abschnitt XIII angegebenen Werte für die Durchhärtungsmaße und Einhärtungstiefen, mit denen der Stahlverbraucher normal zu rechnen hat.
Bestätigt mir dies die grundsätzliche Richtigkeit meiner bisherigen Darlegungen über das Härteverhalten von Stahl, so sind in den letzten Jahren im Zuge der Entwicklung der Edelstähle auch weitere Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aufgetaucht, die hier nach Möglichkeit berücksichtigt werden sollen.
Aus allem ergibt sich aber immer wieder die steigende Erkenntnis der Wichtigkeit der Erfassung und Berücksichtigung des arteigenen Härteverhaltens von Stahl für die Praxis, zu der dieses Buch in verbesserter und erweiterter Auflage erneut seinen Beitrag liefern soll.
Wien und Wetzlar 1949. Der Verfasser.