Bővebb ismertető
1Es hatte am Tage geregnet, und so gab es kleine Pfützen auf den Straßen. Sie schimmerten dunkel unter dem Lampenlicht und spiegelten manchmal die blauen und gelben und grünen Lichter der Cafés wider, die es auf beiden Seiten gab. Es war noch früh. In den Cafés herrschte noch nicht der überfüllte Betrieb, wie es später der Fall sein würde. Der Nebel war noch nicht dick, sondern nur ein dünner, dunstiger, weißer Schleier, der um die Gaslaternen wirbelte.Ich ging langsam und zwang mich zu gleichmäßigen Schritten. Nur nicht rennen. Ich hatte es nicht eilig, zur Music Hall zu kommen. Es war noch über eine Stunde Zeit. Ich wollte auch nicht rennen, weil ich Angst hatte, zu spät zu kommen. Das hatte einen anderen Grund. Ich empfand das gleiche unbehagliche Gefühl wie in der letzten Woche. Irgendwie glaubte ich zu spüren, daß mir jemand folgte. Aber wenn ich stehenblieb und mich umdrehte, war niemand zu sehen. Dennoch hatte ich das Gefühl, von Augen beobachtet zu werden. Das ließ mich zusammenschauern. Der Weg von der Pension zur Music Hall wurde zu einer angstvollen Angelegenheit. Sonst hatte es mir stets Spaß gemacht, durch die Straßen zu schlendern, aber jetzt hatte ich Angst.Ich könnte schon früh mit Mattie und Bill aufbrechen, aber Mattie würde es seltsam finden und eine Erklärung verlangen. Aber ich konnte dieses Gefühl des Unbehagens nicht erklären. Und ich wollte auch nicht darüber sprechen. Sie hielten mich ohnehin schon für eine Träumerin, immer in Gedanken verloren, immer bei der Lektüre eines Buches, immer mit den Marionetten beschäftigt, für die ich Geschichten erfand, die sie spielen konnten. Wenn ich Mattie und Bill von diesem Gefühl erzählte, würden sie mich nur auslachen.Ich liebte beide. Sie hatten sich um mich gekümmert, seit ich ein kleines Mädchen war; als wäre ich ihre leibliche Tochter gewesen. Meine Zuneigung zu ihnen hätte nicht größer sein können, wenn sie meine richtigen Eltern gewesen wären. Meine Mutter und mein Vater waren Mitglieder von Bills Theatergruppe gewesen, die5