Bővebb ismertető
Lange schon her, da lebte ein Pirat, der hatte viele Schiffe beraubt, auch Menschen getötet und reiche Schätze angehäuft, dann wurde er besiegt. Sein Schiff versank mit Mann und Maus, die Schätze versanken mit, zuletzt versank der Pirat.
Es war dort ein südliches Meer, das Wasser blau und sehr klar, sodass man sehen konnte, wie ein jedes langsam in die Tiefe sank: das Schiff mit den zerschossenen Segeln, die Kisten mit Gold und Juwelen, die tausend Fässer mit Rum. Und schließlich auch der Pirat.
Doch während dieser versank, löste sich aus seiner Brust das Herz, wie eine Männerfaust so groß, und blieb auf der Spitze eines Koraliengebirges liegen, in einem Nest aus weichen Wassergräsern. Der Pirat indes trieb unaufhaltsam in die Tiefe, hinab bis in den schwärzesten Schlund, wo nicht einmal die Meeresungeheuer leben mochten
Es vergingen dreihundert Jahre.
Die Schiffe, die fuhren, brauchten keine Segel mehr, und alle Piraten aus der alten Zeit waren längst vermodert, da fand ein Mädchen einen Stein, der leuchtete wie die Sonne am Abend.
Das geschah an einem nördlichen Meer, nach einem gewaltigen Sturm, der das Wasser in weißen Wogen auf die Küste zugetragen hatte. Sechs Tage nach dem Sturm war endlich Stille, das Meer lag glatt wie vordem da, und der Strand war überhäuft von den Dingen, die das Wasser so wild herangeschwemmt und nun zurückgelassen hatte: Kisten und Bretter und alte Stiefel. Seegras, Gestrüpp, zerrissene Netze. Ein kleines grünes Gummiboot und einen roten Badeball. Flaschen aus Plastik, wie man sie erst seit ein paar Jahren kannte, und tote Vögel, tote Fische. Am meis-