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I
Zwei lange Stunden hatte Therefe Beauchamps, am Fenfler fitzend, Anemonen auf Seide geftickt, als fie plötzlich, der Arbeit müde, fie auf ein Tifch-chen warf, fich erhob und gähnte.
„Ich habe es fatt", erklärte fie. Sagte es mehr zu fich felbil als zu der alten Dame, die im gleichen Zimmer gleichfalls feit zwei Stunden und ohne zu fprechen Aquarellbildchen auf Holzfächer malte.
Ihrer fieben waren bereits im Halbkreis über den großen Tifch gebreitet und trockneten. Freundliche Blüten: fehr rote Rofen und fehr blauer Flieder waren da erblüht. Im großen Kampf ums Dafein kämpfte Frau Larive mit Fächerfchlägen. Alle Montag Morgen lieferte fie der Inhaberin eines Handarbeitsgefchäftes in der Rue Vaugirard zwölf Fächer ab. Genau zwölf, keinen mehr, keinen weniger. Und weil fie an einem hundert Sous verdiente, ergab dies monatlich einen fchönen Zufchuß zu ihrer Rente. Die aber war ihr nach dem Abtreten — dem endgültigen Abtreten — ihres Gatten verblieben, dem weiland Funktionär der