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Über dieses Buch
Siebenundzwanzig Erzählungen, für die eine bislang unbekannte junge Frau als Genie gefeiert und mit drei der bedeutendsten amerikanischen Literaturpreise ausgezeichnet wurde. In Texten, die sich einmal wie ein verdichteter Roman, dann wieder wie ein knappes Prosagedicht lesen, bringt Jayne Anne Phillips die verstummten Menschen in den komfortablen Wohnräumen und jene in den Kellern unserer Gesellschaft gleichermaßen zum Sprechen. Da sind die Erzählungen, in denen eine frei lebende junge Frau, auf Besuch zu Hause, ihre innere Beziehung zu den emotional verkarsteten Mittelklasse-Eltern zu erfassen sucht, aus deren starren Gewohnheiten und körperlichen Leiden eine verschüttete Sensibilität herausliest. Und da sind die virtuosen Monologe, in denen ein jugendlicher Rauschgifthändler, eine Prostituierte, ein Fürsorgezögling, der Privatpfleger eines reichen alten Mannes ihre Schlüsselgeschichte erzählen - bis wir glauben, sie sei unsere eigene.
Nadine Gordimer schrieb über dieses Buch: »Jayne Anne Phillips hat die amerikanische Short-Story aus den Vororten herausgesprengt und ihren einstigen Glanz wiederhergestellt.«