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Vorwort
Die zwölfte Auflage dieses Werkes begleitete viele Christen durch den Völkermorden den Krieg; die dreizehnte Auflage war nur ein verkürzter Übergangsdruck für die Zeit unmittelbar nach dem Krieg. Die vierzehnte Auflage aber soll unsere Leser in den ersehnten Frieden führen, sie soll auch mithelfen an dem geistigen Wiederaufbau unseres Volkes. Die Kirche betet oft in der Liturgie, daß sie sich eines ruhigen Opfergottesdienstes erfreuen dürfe. Gewiß bringen Verfolgungs- und Kriegszeiten der Kirche Siegeskränze; sie läutern ihre Glieder und wenden die Gefahr der Verbürgerlichung ab. Dennoch wünscht sich die Liturgie den Frieden und die Ruhe, um sich recht entfalten zu können. Gibt uns Gott die Wohltat des Friedens, dann haben wir umsomehr die Pflicht, das Talent der Liturgie gut auszunützen. Dieses Vätererbe müssen wir uns jetzt neu erwerben, um es zu besitzen.
Diese neue Auflage wird keine umstürzenden Veränderungen bringen. Die Frucht ist ausgereift; nur da und dort werden einige Verbesserungen angebracht, die aber das V/esen des Werkes nicht betreffen. Einen Geda.nlcen allerdings will ich in dieser Auflage stärker betonen: das Gnadenhafte und Sakramentale der Liturgie. Wie wir immer mehr erkannt haben, daß die Gnade das Wesentliche und Beherrschende unserer christlichen Religion und daß die Kirche der Gnadenorganismus ist, so kommt es uns auch immer mehr zum Bev/ußt-sein, daß die Liturgie neben der Gottverehrung hauptsächlich der Gnade dient. Die Liturgie der Kirche ist es allein, die uns die Schleußen des Himmels öffnet und die Gnade in reichem Strome in unsere Seele fließen läßt. Die Liturgie ist es, die die
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