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Immer ist der Tod unterwegs, der düstere Engel. Wir kommen aus dem Dunkel, anfangs ist die Welt noch klein zwischen den fünf Brettern der Wiege. Aber die Welt wächst mit uns Jahr um Jahr. Die Macht des Bösen wächst, auch der Mut, die schöne und törichte Kühnheit der Jugend. Liebe kommt dazu, dann ist es schon mehr der Freude und der Qual, Kummer des Herzens, Schuld des Blutes. Wir treiben umher und kämpfen uns müde, und am Ende ist die Welt wieder klein zwischen den fünf Brettern des Sarges. Ach, Jahr um Jahr, es ist dennoch eine kurze Zeit, und unser letzter Schrei ist nur ein Widerhall des ersten.
Im grauen Morgen geht der kleine David mit der Laterne vor dem Pfarrer her durch das Dorf. Es ist kühl, eine klare Nacht im ersten Frühling. Die Dächer der Häuser glänzen silbrig vom Tau. Draußen auf den Feldern stehen Kühe im weißen Bodenrauch, sie strek-ken verdrossen die Hälse und brüllen, die Weide ist noch kurz und mager um diese Zeit. Aber hoch unter dem Himmel zieht schon der Wind mit rauschenden Flügeln vom Süden her.