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Francoise Niéto - Das Jahrhundert von Renault [antikvár]
 
Oben: In einem Schuppen im Garten des Landsitzes der Familie in Billancourt war Louis Renaults erste Werkstatt untergebracht. Rechts: Louis Renault im Jahre 1898 In seiner Werkstatt bei der Fertigung seines "Direktantriebs". Damit revolutionierte er die Autos der Jahrhundertwende. Oben: Louis Renault 1899 am Steuer seiner Voiturette Typ A: Sie wurde auf dem zweiten Pariser Automobilsalon ausgestellt und war In Rennen höchst erfolgreich. Rechts: Renault-Taxis, die bereits zu Tausenden in Paris, London und New York fuhren, wurden 1914...
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Oben: In einem Schuppen im Garten des Landsitzes der Familie in Billancourt war Louis Renaults erste Werkstatt untergebracht. Rechts: Louis Renault im Jahre 1898 In seiner Werkstatt bei der Fertigung seines "Direktantriebs". Damit revolutionierte er die Autos der Jahrhundertwende. Oben: Louis Renault 1899 am Steuer seiner Voiturette Typ A: Sie wurde auf dem zweiten Pariser Automobilsalon ausgestellt und war In Rennen höchst erfolgreich. Rechts: Renault-Taxis, die bereits zu Tausenden in Paris, London und New York fuhren, wurden 1914 requiriert und waren am Transport von Truppen an die Marnefront und dadurch an dem französischen Sieg beteiligt. usgangspunkt des großartigen industriellen Abenteuers von ¦Renault war eine technische Leistung, der "Direktantrieb", durch den das gerade entstehende Automobü endgültig aus den Kinderschuhen herauswuchs. Von einer Jahrwundertwen-de zur anderen trug dieser Innovationsgeist das Unternehmen. Er betraf nicht nur die Technik, sondern auch die Konzepte und das Design und trug wesentlich dazu bei, das besondere Renault-Image zu schaffen, den Bestand des Unternehmens zu sichern und daiür zu sorgen, daß sich ein Renault immei von anderen Pkws unterscheidet. Am Anfamg stand der Direktantrieb Paris, 24. Dezember 1898. Louis Renault und sein Bruder Marcel wollten in einem Kabarett in der Rue du Helder mit Freunden Weihnachten feiern. Der 21jährige Louis steuerte die Voiturette (etwa: „Autochen"), die er gerade in knapp drei Monaten gebaut hatte. Als Grundlage hatte ihm ein kurz vor seinem MiHtärdienst erworbenes Dreirad von de Dion-Bouton gedient. Die Mechanik hatte er durch ein paar eigene Erfindungen ergänzt, doch die Freunde waren skeptisch. Kurs also auf den Montmartre-Hügel, neben ihm ein Notar, ein Freund der FamiHe. Zur großen Überraschung knatterte die Voiturette klaglos die Rue Lepic mit ihren beeindruckenden 13 % Steigung hinauf, die noch keiner dieser „pferdelosen Wagen, die von allein fahren," bewältigt hatte. Das ganze Geheimnis war der von dem jungen Mann erfundene Antrieb mit direktem Kraftschluß. Der Notar war überzeugt und zählte 40 Louisdor auf den Tisch des Kabaretts: Diese Voiturette mußte er haben. Am Ende des Abends hatte Louis Renauk zwölf Bestellungen mitsamt Anzahlung für eine Lieferung bis Ende 1899 in der Tasche. Eines der größten und vielfältigsten Abenteuer der Automobügeschich-te hatte begonnen. Bis 1944 Wieb der Gründer Louis Renault alleiniger Herr des Unternehmens. Seine große Passion waren seine Fabriken, sein Lebenswerk. Für den Start besaß er zwei Trümpfe: die finanzielle Unterstützung seiner älteren Brüder Fernand und Marcel, wohlhabender Kaufleute, und seine geniale Begabung für Mechanik. Das Patent des Direktantriebs, das alle Hersteller, auch die Amerikaner, übernahmen, war die Grundlage seines Rufs und seines Vermögens. Im folgenden reichte er noch viele weitere ein, darunter - vor dem Ersten Weltkrieg! - das des Turbokompressors. Ruhm und Ehre_ durch Taxis Ihre ersten Sporen und ihre ersten Kunden erwarb die neue Marke durch Autorennen. Marcel und Louis waren ein unschlagbares Duo, und ihre Rennerfolge zeugten jedesmal von der Sta-bihtät und Zuverlässigkeit ihrer Wagen. So daß die Firma in BiUancourt den ersten Großauftrag für Pariser Taxis erhielt. Mit Beginn derTaxipro-duküon ging Renault daher von der Klein- zur Großserienfertigung über; ab da wurden die Industrieanlagen immer wieder geändert und ausgebaut. Als erster fiihrte Renault in Frankreich die tayloristische Arbeitsteilung ein, mußte mit den ersten Streiks fertigwerden, gab aber dabei den anderen Herstellern, die schon vor dem Ersten Weltkrieg auf ihn hörten, die Richtung vor. Das Unternehmen exportierte einen Großteil der Produktion, war von New York bis Tokio vertreten und betrieb sogar ein Werk in Rußland. Es begann sich auch zu diversi-- fizieren, u. a. mit dem Bau von Flugzeug-

Termékadatok

Cím: Das Jahrhundert von Renault [antikvár]
Szerző: Francoise Niéto , Gilles Bonnafous Jean-Marie Albertini
Kiadó: Éditions Gallimard
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 220 mm x 280 mm
Francoise Niéto művei
Gilles Bonnafous művei
Jean-Marie Albertini művei
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