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Vorrede erspart Nachrede
Das Sprichwort ist ein kurz und prägnant gefaßter, volkstümlicher und bildhafter Ausdruck weitverbreiteter, menschlicher, oft zeitbedingter Wahrheit ohne bekannten Urheber. Das Sprichwort ist durch seine Entstehung aus den jeweiligen Erfahrungen und Erkenntnissen des Volkes, die es unmittelbar zum Ausdruck bringt, auch ein Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse.
Es dokumentiert daher neben Volksweisheiten auch ebenso die enfcwicklungsbedingten gesellschaftlichen und persönlichen Grenzen der Einsicht in Ursache und Wirkung des Denkens und Handelns der Menschen.
Jede Zeit bringt ihre Sprichwörter hervor, auch die heutige. Abel: die meisten unserer deutschen Sprichwörter sind sehr alt. Sie sind in Zeiten entstanden, in denen das Volk von der Wissenschaft ferngehalten wurde. Schlichte Bauersleute oder Handwerker gaben in bildhafter Rede ihre Erfahrungen weiter, sicher oft in erzieherischer Absicht für die Nachkommen.
Bei Volksweisheiten, wie „Ehrlich währt am längsten" oder „Arbeit ist des Alters beste Zukost" oder „Fleiß erwirbt, Faulheit verdirbt", haben wir es mit ganz allgemeinen Erkenntnissen zu tun.
Das Sprichwort verkündet aber auch anderes: „Der Satte glaubt dem Hungrigen nicht", „Einer ist