Bővebb ismertető
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Einleitung
Am 4. Oktober des Jahres 1669 starb Rembrandt. Eine Eintragung im Begräbnisbuch der Westerkerk hat das Datum festgehalten, aber sein Grab ist unbekannt. Er wurde als ein armer, alter Mann, unbeachtet, ohne Ehrungen begraben. Sein Leben läßt sich wie eine biblische Parabel erzählen. Der junge Müllerssohn, ungemein begabt, zog zuversichtlich, lebensfroh aus, um die Welt zu erobern. Nach den Lehrjahren in Leyden übersiedelte er im Jahre 1632 nach dem reichen, üppigen Amsterdam, und bald wurde er einer der meistbegehrten, bestbezahlten Maler des Landes, wo damals, im goldenen Jahrhundert der holländischen Malerei, an begabten Künstlern wahrlich kein Mangel war. Er erntete Ruhm, Reichtum; er erwarb die Hand der reichen Saskia Uylen-burch; er kaufte ein prächtiges Haus und
füllte es mit Kostbarkeiten; ihm flössen die Schüler scharenweise zu - sein Doppelbildnis mit Saskia zeigt ihn am Höhepunkt seines irdischen Glücks: in reichen Gewändern sitzt er mit seiner jungen Frau in überschäumender Ausgelassenheit vor dem schwerbeladenen Tisch und hebt den kristallenen Kelch mit rubinrotem Wein empor!
Sein Glück war nicht langlebig; bald trat eine entscheidende Wendung ein: Saskia starb, Rembrandt wurde in unendliche Prozesse verwickelt, schließlich wurde über ihn der Konkurs verhängt, und sein Haus, seine kostbaren Sammlungen, alle Bilder und Zeichnungen wurden zu Spottpreisen zwangsversteigert. Aber viel tiefer, viel entscheidender als der wirtschaftliche Zusammenbruch war die innere Wendung. Mit seiner Begabung