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Dienstag mittag
Der Zug verließ die zitternde Schlucht aus rostbraunen Felsen und fuhr durch die geometrisch angelegten, endlosen Bananenpflanzungen; die Luft wurde feucht, und der Seewind war nicht mehr zu spüren. Eine erstickende Rauchfahne drang durchs Wagenfenster herein. Auf dem schmalen Weg parallel zur Bahnlinie fuhren mit grünen Bananenbüscheln beladene Ochsenkarren. Jenseits des Weges waren auf unbebauten Flächen Bürogebäude mit elektrischen Ventilatoren zu sehen, Baracken aus rotem Backstein und Privathäuser mit weißen Stühlen und Tischchen auf den von staubigen Palmen und Rosenbüschen gesäumten Terrassen. Es war elf Uhr morgens, und die Hitze hatte noch nicht eingesetzt.
»Schieb lieber das Fenster hoch«, sagte die Frau. »Du kriegst sonst lauter Ruß ins Haar.«
Das kleine Mädchen versuchte es zu tun, aber das Schiebefenster war festgerostet.
Sie waren die einzigen Fahrgäste in dem kahlen Drit-ter-Klasse-Wagen. Da der Rauch der Lokomotive weiterhin durchs Fenster hereinwehte, stand die Kleine von ihrem Platz auf und legte ihre einzigen Habseligkeiten darauf: einen Plastikbeutel mit Essen und einen in Zeitungspapier gewickelten Blumenstrauß. Sie setzte sich auf den vom Fenster abgelegenen Sitz ihrer Mutter gegenüber. Beide trugen tiefe, ärmliche Trauerkleidung.
Das kleine Mädchen war zwölf Jahre alt und verreiste zum ersten Mal. Die Frau wirkte zu alt, um seine Mutter zu sein, mit ihren blaugeäderten Lidern und dem kleinen, zarten Körper ohne Formen in einem Kleid, das wie eine Soutane geschnitten war. Die ganze
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