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Ein Stakkato von schrillen Pfeiftönen stach in die salbungsvolle Rede des Monsignore Piadosa, der über Radio Madrid seine allwöchentliche Erbauungspredigt in den Äther schickte. Mehr als zweitausend Kilometer trennten ihn von einem Mann namens Menuda, der zu den anhänglichsten Hörern der Sendungen zählte. Ärgerlich schnaufend wälzte sich dieser Mann jetzt auf dem Diwan, streckte den Arm aus und fingerte an den Knöpfen des Kurzwellenempfängers, bis die Worte des fernen Geistlichen wieder klar und gewichtig aus dem Lautsprecher tropften.
Juan Menuda rollte zurück in die bequeme Rückenlage. Er kratzte seine nackte, behaarte Brust und lauschte andächtig. Monsignore Piadosa sprach von den stillen Taten der Nächstenliebe. Er nannte sie den Schlüssel zum Paradies. Obwohl Menuda es von Kindheit an gegenüber einem kirchlichen Würdenträger nie an Ehrfurcht und Bewunderung hatte fehlen lassen, überzog jetzt ein breites Grinsen sein braunes Gesicht. Er fand, daß sich der fromme Mann in Madrid, was das Paradies anging, recht ungenau ausdrückte.
El paraíso - das Paradies - hieß eine in nur wenige Landkarten eingezeichnete Oase der spanischen Kolonie Rio de Oro an der Westküste Afrikas zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Grad nördlicher Breite. In einem Umkreis von fünfhundert Kilometern, eingeschlossen von Wüste und
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