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VORWORT.
vj 862 erschien bei Georg Weiß in Heidelberg ein J_ Buch „Gedichte von Ferdinand von Saar". Dieses Buch ist die früheste moderne Gedichtesammlung aller Literaturen. Freilich wissen das wenige. Aber dass Saar ein Österreicher ist, vermag eine literarhistorische Thatsache nicht aus der Welt zu schaffen, denn vom Realisten, der „Drahtklänge", „Der Ziegelschlag", „Die Postelevin", „Contraste", „Die alternde Magd", „Opferstunde„High-life", „Amara" bis zum Mystiker, der in freien Rhythmen „Die neue Kunst" schrieb, hat Saar alle Richtungen, die seit dem Auftreten Lilien-crons, Dehmels, Jacobowskis, Stephan Georges auf die Entwickelung der lyrischen Kunst bestimmend einwirkten, zwei Jahrzehnte vorher innerlich durchlebt und dichterisch geäuiBert. Wie stark seine Persönlichkeit ist, zeigt der entscheidende Einfluss, den er auf einen Dichter von so bedeutenden Stärken wie J. J. David genommen hat, der, obwohl von einer prägnant hervortretenden Eigenart, dennoch unter dem Zeichen dieses Großen steht. Während David seine Individualität in den Vordergrund stellt, löst Hermann Hango das Persönliche, das bei David so stark betont ist, in das Gefühl der Alinatur auf, ein künstlerischer Vertreter des Pantheismus. Im Gegensatze zu Herold und Paul Wilhelm, in denen sich mehr das rhetorische Element, doch gestärkt durch Ursprünglichkeit der Intuition, geltend macht, haben wir in Josef Kitir den naiven Lyriker, der es vermochte, persönlichste Sondergefühle im reinsten Naturlaut des lyrischen Liedes auszudrücken, und dadurch dem allgemeinen Verständnis näher zu bringen, und der gerade deshalb dem oberflächlichen Blicke zu wenig modern erscheinen mag, weil er, modern und naiv zugleich, schon in die Zukunft der Moderne hineinragt. Als ein Großer im kleinsten zeigt er mit Vorliebe die Einwirkung der unscheinbarsten Dinge auf die Seele und lässt so Kunst und Leben in eins fließen. Felix Dörmann, der mächtige Ausgestalter
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