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Es roch nach Frühling. Nach sonrierifeuchter Erde und frischem Grün. Aus dem verfaulten Herbstlaub spitzten die ersten Krokusse und Osterglocken hervor, gelb, violett und weifi. In den Rabattén neben dem Kiesweg büschelten sich die Schneeglöckchen; Gras, Löwenzahn und Gánseblümchen sprossen grün, und an den glánzend glatten grün-roten Zweigen von Goldregen und Haselstrauch beulten sich die ersten Knospen. Sylvia liebte diese Zeit. Anfang April - Ostern lag früh in diesem Jahr. Die Birken und Buchen waren noch winterlich kahl, und in der buschigen Edeltanne hingen noch zwei Strohsterne von Weihnachten. Aber an der kleinen Kastanie, am Kirschbáumchen und an der Spalierbirne waren schon deutlich die ersten Triebe zu erkennen. Es war jedoch nicht so sehr das Wachsen und Spriefien, es war die Wárme, die Sonne und der Geruch von Leben und kommendem Sommer. Der Himmel war föhnblau und die Luft so mild wie nicht mai im Mai. Mittags würde es warm genug sein, um draufien zu essen. Sylvia fegte die Sonnenterrasse hinter dem Haus. Das infernalische Brüllen irritierte sie kaum. Sie deckte den rundén Rattantisch mit einem gelben Leinentischtuch, dem braunen Keramikgeschirr und einem üppigbunten Frühlingsstraufi, der allerdings aus dem Blumenladen stammte. Unter das schrille Gebrüll mischte sich jetzt ein Jaulen wie von einer verendenden Hyáne,