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BRIEFE SIE AN UNS BRErotisierte Freundschaften?J. Jochem, Angermünde: Ich stimme der Auffassung zu, daß es eine reine" Freundschaft zwischen Mann und Frau wohl selten gibt, gratuliere Ihnen zu der originellen und mutigen Umfrage Erotisieren Sie Ihre Freundschaften?" (1/1983) und hoffe, die Meinungen vieler anderer Leser kennenzulernen. Johannes Reinhardt, Rostock: Diese Umfrage habe ich mit großem Interesse gelesen. Allerdings vermisse ich ein Wort über die Verantwortung, die ein Verheirateter auf sich nimmt, wenn er eine Freundschaft sexualisiert. Immerhin greift er (sie) damit auch in das Gefühlsleben seines (ihres) Ehepartners ein. Und nicht nur für Menschen mit sexueller Besitzerideologie" (ein Glück, daß Sie diesen fragwürdigen Begriff wenigstens in Anführungsstriche gesetzt haben) hat der Begriff Treue noch ethischen Inhalt. Da Sie das nicht berücksichtigt haben, hinterließ der Artikel bei mir einen etwas faden Nachgeschmack. Eigentlichschade.Aua!Steffen Studzinski, Dresden: Beim Lesen des Artikels Au-au-Autoschlosser" (12/1982) lief mir bald die Galle über. Ich empfinde es gelinde gesagt als Frechheit, wenn Angehörige dieses dienstleistenden Berufes sich über Leute lustig machen, die händeringend vorm Werktor stehen. Oder wie soll man solche Worte auffassen wie: Fahren von Suhl bis Rostock und lassen sich durchreparieren"? Ich habe noch keinen getroffen, der sich absichtlich mit Defekten auf Reisen begibt, um unterwegs auf das Mitleid einer Werkstatt zu spekulieren.Keine KörbeKarin Kuc/iar, Peitz: Im Namen meiner vierköpfigen Familie möchte ich mich für Djias Nacht als Herbstmond" (12/1982) bedanken. Liefert der Text doch so schöne Umschreibungen für eineTätigkeit zum Fortbestehen des Menschengeschlechtes , für die der heutige Mensch so glückliche Formulierungen nicht findet. Dank dieser Geschichte ist mein Mann jetzt froh, einen Jadestengel zu besitzen.Elisabeth Franke, T/ia/e: Die Sex-Geschichte aus dem alten China hat uns geschockt. In unseren Augen ist sie in blumenreiche Sprache verpackte Pornographie, die wir als Schlag gegen die sozialistische Moral empfinden. Manfred Vogl, Weimar: Pornographie oder nicht, das ist hier die Frage. Laut Duden fallen unter P. Schriften unzüchtigen Inhalts. Wo aber fängt Unzucht an? Die Antwort ist sicher deshalb schwierig, weil die Schwellen, wo das für jeden einzelnen beginnt, sehr weit auseinander liegen. Wenn wie hier eine ästhetische Qualität gegeben ist, kann ich Djias Nacht" doch nur als vergnüglich, anregend, vielleicht sogar für manchen hilfreich, folglich nützlich empfinden.Wolfgang Leuchte, Wolferode: drum schreib ich gleichim ersten Schwungder Zustimmungzu diesem Werke,damit ich Euch den Rücken stärke!Brigitte Goldschmidt, Söndershau-sen:So was gehört einfach auch in ein Magazin für Erwachsene.Christa Krieg, Perleberg: Mir gab mein Sohn, den ich besucht hatte, dieses Heft als Reiselektüre mit auf den Weg. In fast vier Stunden Bahnfahrt hatte ich Muße genug, nicht nur zum Lesen o nein, Mutter hat studiert. Ich denke, die Geschichte der legendären Djia wird Euch sicher körbeweise Post ins Haus bringen.Körbe nicht gerade, doch es reicht. Vielen Dank allen, die uns geschrieben haben! Die von uns hier getroffene Auswahl (erste Zuschriften waren schon im Februar zu lesen) wird sowohl dem Anteil der Gegenstimmen als auch dem Anteil der Frauen unter den Einsendern gerecht.Traurige ErinnerungenHelene Rattey, Berlin: Ich bin eine alte Berlinerin und zeitlebens begeisterte Theaterbesucherin gewesen. Deshalb lese ich mit großen Erwartungen Ihre Operettenserie, die mit der Letzten Premiere" (12/1982) begann. Ich kann mich noch gut an Gitta Alpar, an Fritzi Massary oder Max Pallenberg erinnern. Von manchen Künstlern wußte ich, daß sie der Nazidiktatur, die vor 50 Jahren begann, weichen mußten, aber vieles ist mir auch neu. Und ich gestehe, daß mich die Schicksale, zum Beispiel das von Paul Abraham, auch sehr erschüttern. Vielen Dank also für diese Erinnerung, auch wenn sie teilweise sehr traurig ist.Klaus Krause, Berlin: In dem Artikel Die letzte Premiere" ist in den ersten Zeilen ein Fehler enthalten. Dort ist von der Grunewald-Villa Kunz, Bundschuhstraße 6, die Rede. Es war aber bestimmt eine Villa in der Kunz-Buntschuh-Straße gemeint. Für die Berichtigung danken wir.Ganz natürlichDr. Dagmar Altmann, Berlin: Den Beitrag über die elegante japanische Ringkampfart Aikido (12/1982) las ich mit besonderem Vergnügen, da ich vor kurzem im2