Bővebb ismertető
»Man müfíte táglich ein gutes Gedicht lesen, ein schönes Gemálde sehen, ein sanftes Lied hören — oder auch ein herzliches Wort mit einem Freunde reden, um den schöneren, ich möchte sagen: den menschlicheren Teil unseres Wesens zu bilden.«
Diese in so treffücher Form geáuGerten Gedanken des Dichters Heinrich von Kleist trugen mit dazu bei, dafi wir uns entschlossen, ein drittes Buch »Geschichten um Bilder« zu schreiben. Denn zweifellos gehören zu den sichtbarsten und am leichtesten zu erfassenden Dingen, die das Leben verschönern, Gemálde, die — in Jahrhunderten entstanden — auf ihre Art viele Menschen erfreuen und »den menschlicheren Teil unseres Wesens bilden«. Das beweist auch die Tatsache, dafi erfreulicherweise gerade in vielen Neubau-wohnungen der Bildschmuck ebenso dazugehört wie Bü-cher, Keramiken, Kleinplastiken, kunstgewerbliche Arbei-ten oder geschmackvolle Gegenstánde für den táglichen Gebrauch. Es ist jedoch nicht immer leicht, die Bedeutung von Gemálden zu erkennen, ihre Schönheit zu erfassen, Zugang zum Inhalt oder auch zu den vielseitigen Schicksalen der Gemálde zu finden. All das veranlafite uns schon vor einem Jahrzehnt, Bücher mit Geschichten um Bilder zu schreiben, in denen wir zugleich bestimmte Zusammenhánge aufzeigen, das Leben der Maler und ihrer Zeit schildern und das Schicksal der Bilder bis in die jüngste Zeit verfolgen.
Im ersten dieser Bücher, das unter dem Titel »Der ver-