Bővebb ismertető
Sagen, was drinsteht, und nicht nur, was dasteht - darin die Aufgabe eines Bibelkommentars sehen heißt, bei jedem Abschnitt, jedem Satz und jedem Wort, vor allem aber beim Blick auf das Ganze nach der geschichtlichen Aussageabsicht der urchristlichen Verkündigung fragen. Nur so entgeht eine Erläuterung des Neuen Testaments dem durchaus berechtigten Verdacht, sie wolle Antiquitäten pflegen und attraktiv machen. Nur so kann heute ein Evangelienkommentar hoffen, der Dynamik des Evangeliums Jesu nicht im Weg zu stehen.
Diese Überlegung scheint einen Typ der Erläuterung zu rechtfertigen, der durch seine direkte Reflexion auf die „kerygmatische Quintessenz" des Markusevangeliums mehr der Verbreitung als der Erforschung des Neuen Testaments dienen will. So wurde - der Anlage der Verlagsreihe folgend - auf die explizite Erörterung wissenschaftlicher Detailfragen verzichtet. Der Fachmann wird jedoch den hermeneutischen Standpxinkt und die exegetischen Entscheidungen - zwar nicht in Fußnoten, doch zwischen den Zeilen - unschwer erkennen können. Dem Verfasser scheint die Ubersetzung von Fridolin Stier der kerygmatischen Eigenart des Markusevangeliums so sehr zu entsprechen, daß er sie dankbar übernimmt. Dem Leser wird empfohlen, einen Abschnitt der Erläuterung jeweils erst dann zu lesen, wenn er zuvor den Text des Markus an Hand der Übersetzung noch einmal überdacht hat.