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Erstes Kapitel
Sie ging durch die Sperre direkt auf das Rollfeld, und ihre Gedanken überschlugen sich. Wie viele Mädchen würden mich jetzt wohl um mein Glück beneiden? Sitzt mein Lidschatten nicht um eine Spur zu tief? Sollte ich nicht am Wendepunkt meines Le< bens einen Büstenhalter tragen?
Rock Hudson! In fünf Minuten werde ich in den Armen von Rock Hudson liegen. In fünf Minuten wird er mir tief in die Augen schauen, so tief, daß ich ihn darauf aufmerksam machen muß: >Rock, bitte nicht so tief !<
Aber Holly!< wird er sagen, >wenn ich erst einmal schaue, dann so tief es geht.<
In fünf Minuten werde ich dem größten Star aus Hollywood meinen Mund zur Begrüßung reichen. In fünf Minuten werde ich wissen, wohin, wie und ob Rock Hudson überhaupt küßt.
Gewiß, Peter Fonda ist jünger, und Steve McQueen ist herber. Aber Rock ist der größte, und zu großen Männern fühle ich mich seit jeher hingezogen.
Sie ging über das Rollfeld, in einem Biedermeierkostüm mit breiter Gürtelschleife und einem Schutenhut mit schmaler Kinnschleife, und trug im Arm den Strauß bunter Frühlingsblumen der bekannten Illustrierten.
Die Maschine war gelandet, die Gangway würde herangefahren, der rote Teppich ausgerollt, die Fernsehkamera auf die Kabinentür gerichtet, die Reporter drängten, die Fotografen gingen in Stellung.
In wenigen Sekunden Wird sich Rock Hudson zeigen, Holly die Gangway hinaufgehen, ihm die Blumen der Illustrierten überreichen und für seinen 26-Minuten-Zwischenaufenthalt auf Wiener Boden alles Gute wünschen.
>Rocky<, wird sie zu ihm sagen, denn je ungezwungener man berühmten Leuten gegenübertritt, um so freier fühlen sie sich, >Rocky, was macht Hollywood?<
>Holly<, wird Rock sie dann leise fragen und sich zu ihr hinunterbeugen, >für meinen nächsten Film suchen wir noch ein