Bővebb ismertető
Vorwort
>Das moderne Asien<, von dem hier die Rede ist, umfaßt kaum die Hälfte dieses riesigen Kontinents, nämlich nur Ost- und Südasien. Dieser 33. Band der Weltbild Weltgeschichte behandelt nicht den Nahen und Mittleren Osten, der in Band 15 (Der Islam II) dargestellt wird, ebensowenig Zentralasien (vgl. WWG 16, Zentralasien) und Sowjetasien (vgl. WWG 31, Rußland). Trotz dieser Beschränkung ist der geographische Bereich, um den es in diesem Werk geht (von Tokyo bis Karachi und von Peking bis Djakarta), immerhin von gut der Hälfte der Menschheit bewohnt. Mehr als alles andere gibt der Bevölkerungsdruck dieser Zone unseres Planeten ihr Einheit; er belastete seine jüngste Geschichte stark, wie er auch auf seine nächste Zukunft einwirken wird.
Dieses so dicht bevölkerte Asien des 20. Jahrhunderts ist das Thema des vorliegenden Buches. Die Einordnung in eine Buchserie zwingt dabei zu gewissen Angleichungen, und der Zeitpunkt, mit dem die Schilderung einsetzt, wechselt in diesem Band je nach dem betreffenden Land: die thematisch mit ihm in Zusammenhang stehenden Bände 17 bis 20 (Indien, Südostasien, Das Chinesische Kaiserreich, Das Japanische Kaiserreich) und Band 29 (Die Kolonialreiche seit dem 18.Jahrhundert) schUeßen ihre Darstellung chronologisch unterschiedlich ab. Bei Indien und Ceylon mußte man in unserem Buch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurückgreifen, während man bei China mit dem Jahr 1912 und bei Japan mit dem Jahr 1914 beginnen konnte. Bei Japan konnte man sich zudem mit weniger Seiten begnügen, da Professor Hall sich auch für die jüngste Zeit bereits damit befaßt hat (vgl. WWG 20, Kap. 18-20). Im Laufe der ersten beiden Drittel des 20. Jahrhunderts haben Süd- und besonders Ostasien wesentlich raschere und einschneidendere Umwandlungen durchgemacht als jedes andere Gebiet der Welt. Zu Beginn des Jahrhunderts lebte der junge Mao Tse-tung in einem vor der christlichen Zeitrechnung entstandenen Kaiserreich, und vor kaum einer Generation waren die hier behandelten Länder zum größten Teil noch Kolonien oder >Halbkolonien<, die um ihre Unabhängigkeit kämpften oder eine wenn auch nur partielle Unabhängigkeit sich erhalten woll-