Bővebb ismertető
Wir können die Heilige Schrift nicht mehr so kindlich-fromm lesen, wie das in der Regei einige Generationen vor uns geschah. Auch als Christen habén wir teil an der kritischen Grundhaltung, vor deren prüfendem Blick auch die Bibel nicht verschont bleibt. Viele Fragen, auch solche des Widerspruchs und des Zweifels, drangen sich dem ernsthaften Leser der Heiligen Schrift auf. Diese soweit als möglich zu beantworten und damit den Zugang zur frohmachenden Botschaft von Jesus Christus zu erleichtern, ist Zweck und Aufgabe der Erklárungen in dieser Ausgabe des Neuen Testaments. Das Wagnis des Glaubens imGehorsam und in derNachfolge zu vollziehen, bleibt freilich die ganz persönliche Entscheidung des Lesers, die dann nicht mehr von einer sachgemáfíen Erklarung, sondern alléin von Gottes Gnade abhangt. Theologen in verschiedenen Ámtern der evangelischen Kirche sind die Autoren der Erlauterungen. Was die Wissenschaft an Erhellendem sowohl hinsichtlich der Sprache der Bibel - ihrer Begriffe, Bilder und Gleichnisse - als auch hinsichtlich ihrer Umweltgeschichte zusammengetragen hat, wurde in den erlauternden Texten verarbeitet. Diese wollen, wie ihre schlichte Form es ausweist, lediglich Lesehilfe sein und nicht theologisch-wissenschaftlicher Kommentár. Die Ordnung der Textabschnitte in der ofíiziellen Ausgabe des Neuen Testaments wurde, von wenigen Ausnahmen abgesehen, eingehalten. Die Eigenart des jeweiligen biblischen Buches war für Inhalt und Form derErklarungen mafígebend. Dafi trotz derBereitschaft desMitarbeiterkreises, aufeinander zu hören, und trotz einer behutsamen redaktionellen Überarbeitung hier und da unterschiedliche Akzente in der Auslegung spürbar bleiben, ist der Sache gemafi. Unser Wissen bleibt trotz aller Wissenschaft Stückwerk, und unserer Erkenntnis sind die Grenzen der Vorlaufigkeit gesetzt. Ein gut gemeinter, aber nicht zwingender Rat: Der Leser beginne seine Lektüre nicht mit der Offenbarung des Johannes oder dem Römerbrief, sondern etwa mit dem Markusevangelium, um das Leben Jesu kennenzulernen. Von dorther erschliefit sich der Weg zu den drei anderen Evangelien Mattháus, Lukas und Johannes. Das Lesen der Apostelgeschichte gehe dem der Briefe voraus. Bei den Paulusbriefen beginne man mit einem von kleinerem Umfang, etwa dem Philipperbrief. Die Offenbarung mache den Beschlufi. Auf die helfenden Beigaben im Anhang (Erklarung der Abkürzungen, Zeittafel, Landkarten) wird ausdrücklich verwiesen. Eins bedenke der Leser freilich zuallererst: Bibellesen ist Arbeit. Wer sich aber an diese Arbeit wagt, steht unter den immer wieder erfahrenen Verheifiungen Gottes, der es dem Aufrichtigen gelingen lassen will.