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Erstes KapitelDicht am Odfelde, in der angenehmsten Mitte des Ti-lithi- oder auch Wikanafeldistan-Gaus, liegt auf dem Auerberge über dem romantischen, vom lustigen Forstbach durchrauschten, heute freilich arg durch Steinbrecherfäuste verwüsteten Hooptal das uralte Kloster Amelungsborn. Will man die Geschichten, die ich hiervon erzählen kann, anhören, so ist es mir recht. Wenn nicht, muß ich mir das auch gefallen lassen und rede von den alten Sachen, wie schon recht häufig, zu mir selber allein. Ist nämlich unter Umständen auch ein Vergnügen, einerlei, ob am sonnigen Sonntagmorgen, im abendlichen Alltagszwielicht, im Sommer oder im Winter; - nur in der richtigen Stimmung muß man sich dann mit sich selber allein finden! Ach ja, wenn man so das Ohr an ein Bündel vergilbter Papiere, an ein würdig Pergamen, an einen Folianten in Schweinsleder, ja oder auch an eines der Büchelchen in Duodez mit abgegriffenem Sammeteinband, Goldschnitt und Kupfern von Daniel Chodowiecki legt! Oft hört dann kein Kind, das eine Muschel an sein Ohr hält, von ferne her ein geheimnisvolleres, tiefgründigeres Tönen, Sausen und Brausen. Man kann dann und wann sogar, über seiner Materie, seinem gelehrten Rüstzeug auf beiden Armen liegend, gründlich gelangweilt einschlafen und beim Wiedererwachen zu seiner Verwunderung bemerken, daß man doch etwas gelernt habe zum Weitergeben an andere. Auch in dieser Hinsicht beschert es der Herrgott den Seinen nicht selten im Traum; und es ist oft nicht das Schlechteste, was so den Lesern zufällt - und auch dem Geschichts- und Geschichtenschreiber, falls er nur nachher eben bei seinem Niederschreiben die Augen offen und die Feder fest in der Hand behalten hat. Schon Cajus Cornelius Tacitus soll die Gegend um dens-