Bővebb ismertető
über einen schmalen Treppensteig in der Altstadt von Bou Hammagan stieg ich zu einem Haus hinauf, das ich noch nie gesehen hatte, und zu einer Frau, die ich nicht kannte.
Meine Erregung ließ mich die sengende Nachmittagshitze leichter ertragen. Wir gingen zu dritt - ein Mann, eine Frau und ein Kind — so dicht wie mögUch an der uralten Mauer endang, um Schutz zu finden in ihrem Purpurschatten und dem der Zweige, die aus den hinter der Mauer verborgenen Gärten herüberhingen. Bei jedem Schritt außerhalb dieses gnädigen Schattens traf uns der messerscharfe Strahl der afrikanischen Sonne.
Das Leben in Bou Hammagan erwachte gerade aus seiner Siesta, als wir unseren Marsch am Kabenes-Tor antraten, wo wir den Wagen stehen lassen mußten. Männer, die unter Feigenbäumen oder im Schatten vorspringender Balkoné geschlafen hatten, streckten sich, und ihre Djellabahs schwangen hin und her, während sie ihre Matten aufrollten oder die Schuhe anzogen, die ihnen als Kopfstütze gedient hatten. Geheimnisvolle Dunkelheit herrschte hinter den vergitterten Fenstern der Häuser. Ich hatte das Gefühl, daß wir — weißhäutig und in sommerlich-kurzer Kleidung — heimlich und neugierig beobachtet wurden auf unserem Weg durch eine Stadt, die für den Touristen noch kaum erschlossen war.
Zu unserer Rechten sahen wir flache Hausdächer, links erhob sich ein dreibogiges Minarett neben einer blauen Kuppel, und ein Zypressenhain stand im ghtzernd-strahlenden Licht wie eine Zauberwolke darüber.
Die freudige Erregung, in die mich diese unbekannte Stadt versetzte, war nur oberflächlich. Tief in mir hörte ich ein warnendes Flüstern, daß es ein Fehler gewesen war, hierherzukommen, und daß es noch nicht zu spät sei, umzukehren.
Die Sehnsucht nach Mark, meinem Mann, der mit einem Fernsehteam in Nordafrika filmte, und die Verlockung eines Kunstauftrages, des aufregendsten in meiner bisherigen Kar-