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Das Rechtfertigungsproblem der dialektischen Vernunftbei SartreGÜNTER SCHULTE KölnSartre bedenkt das Rechtfertigungsproblem einer dialektischen Vernunft in der Einleitung zum ersten Band der Kritik der dialektischen Vernunft. Hier stellt er sich die Aufgabe, dialektische Vernunft als Intelligibilität einer materialistischen Geschichtsdialektik zu rechtfertigen. Er zeigt dabei die Möglichkeit der Problemlösung auf, die er mit dem ersten Band durchzuführen beginnt.(Ich zitiere Sartre nach der deutschen Übersetzung von L'etre et le néant. Essai d'ontologie phénoménologique. Paris 1943 und von Critique de la raison dialectique (précédé de questions de méthode), Tome 1. Théorie des ensembles pratique. Paris 1960: Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie. Hamburg 1952, Marxismus und Existentialismus, Reinbek 1964 /= Question de méthode] und Kritik der dialektischen Vernunft, 1. Band. Theorie der gesellschaftlichen Praxis. Reinbek 1967 [Abk.: KddV]).IIn Marxismus und Existentialismus hatte Sartre seine Methode des Verstehens der Geschichte als gesellschaftlicher Praxis angegeben und an Beispielen eingesetzt. Bei dieser Vorführung des sog. Rationalitätstyps dialektische Vernunft hatte Sartre, wie er selbst betont (vgl. KddV S. 15), die Wahrheit der materialistischen Dialektik" vorausgesetzt. In der Kritik der dialektischen Vernunft, insbesondere in der Einleitung (KddV S.15 - S. 79), fragt Sartre nach dieser Wahrheit, nämlich nach den Bedingungen der Möglichkeit einer dialektischen