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VORBEMERKUNGVorliegendes Tagebuch bitte ich zu lesen wie einen Roman. Wenngleich es sich zum großen Teil aus Elementen aufbaut, welche die äußeren Anregungen einer Weltreise in mir entstehen ließen, und viel objektive Darstellungen und abstrakte Betrachtungen enthält, welche selbständig für sich bestehen können, so stellt es als Ganzes doch eine von innen heraus erschaffene, innerlich zusammenhängende Dichtung dar, und nur wer es als solche auffaßt, wird seinen eigentlichen Sinn verstehen. Über diesen will ich nichts vorausbemerken. Er wird sich dem offenbaren, der dem Wanderer willig durch seine vielfachen Stimmungen und Wandlungen hindurch Gefolgschaft leistet, nie vergessend derweil, daß das Faktische mir nirgends Selbstzweck, sondern überall nur ein Ausdrucksmittel ist für einen Sinn, welcher unabhängig von ihm besteht; der sich dementsprechend nicht daran stößt, daß Gedanken über fremde Kulturen mit Selbstbetrachtungen, exakte Darstellungen mit dichterischen Umbildungen abwechseln, daß viele, vielleicht die meisten Schilderungen mehr der Möglichkeit als der Tatsächlichkeit gerecht werden; der sich vor allem auch durch die Widersprüche nicht beirren läßt, in die mich Standpunkts- und Stimmungswechsel mit Notwendigkeit häufig verstricken, und deren Auflösung ich nicht immer ausdrücklich mitteile. Wer mich in diesem Geiste liest, dem wird, so hoffe ich, noch ehe er ans Ende gelangt, die Ahnung weniger einer theoretisch-möglichen Weltanschauung als einer praktisch-erreichbaren Bewußtseinslage aufgegangen sein, der so manches verhängnisschwere Problem von Hause aus gelöst erscheint, in der unüberbrückbare Gegensätze verschmelzen und vieles einen neuen, volleren Sinn erhält. Auf daß nun auch der auf seine Rechnung komme,