Bővebb ismertető
I
um Walde des Stribor ging einst ein Bursch. Er ging hinein und wußte nicht, daß dieser Wald verzaubert war und daß darin allerlei Wunder geschahen. Glückswunder geschahen, aber auch Unglückswunder. Jeder bekam in diesem Wald, was er verdiente.
Stribors Wald mußte jedoch so lange verzaubert bleiben, bis ein Mensch ihn betrat, dem sein Unglück lieber war als alles Glück dieser Welt.
Jener Bursch also hatte Holz gehackt und setzte sich auf einen Baumstamm, um auszuruhen, denn schpn war der Wintertag. Da wand sich aus dem Stamm eine Schlange hervor und begann den Burschen zu umschmeicheln. Das war aber keine richtige Schlange, es war eine böse verwunschene Menschenseele, die nur von dem erlöst werden konnte, der sie zur seiner Frau nahm.
Die Schlange glitzerte in der Sonne wie Silber und blickte dem Burschen in die Augen.
»Ein schönes Schlänglein, du mein Gott! Fast möcht' ich's nach Hause tragen«, scherzte der Bursch.
Da ist so ein Dummkopf, der mich zu seinem Unglück erlösen wird, dachte die böse Seele^ die in der Schlange stak, und hurtig verwandelte sie sich aus der Schlangengestalt in ein schönes Mädchen, das plötzlich vor dem Burschen stand. Die weiten Ärmel ihres Kleides, weiß und kunstvoll gestickt, sahen aus wie Schmetterlingsflügel, und Füßchen hatte sie wie eine vornehme Frau. Doch weil ihr Gedanke boshaft gewesen war, blieb in ihrem Munde die Schlangenzunge zurück.
»Da bin ich. Führ mich heim und nimm mich zur Frau!« sagte das Schlangenmädchen zum Burschen.
Wäre das nun ein schlauer Bursch gewesen, so hätte er schleunigst seine Axt gegen sie geschwungen und ihr zugerufen: »Ich mag dich nicht, du Waldwunder!« Das Mädchen wäre dann wieder zur Schlange geworden, mir nichts, dir nichts in den Baumstamm zurückgeschlüpft, und damit gut.
Nun war das aber ein törichter, scheuer Junge. Er schämte sich, ihren Wunsch nicht zu erfüllen, da sie sich doch seinetwegen verwandelt