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Februar 1918
Von ihrem Schlafzimmerfenster aus beobachtete Helen den Wagen, der sich den Berg hinaufschlängelte. Sie hatte schon eine Weile dort gestanden und nachdenklich den kahlen Hang betrachtet. Auf den Gipfeln lag noch Schnee, und selbst an den niedrigeren Abhängen gab es ein paar Schrunden, in die er hineingeweht war und sich weiß vor dem Blauschwarz der winterlichen Berge abzeichnete. Der Wagen verschwand kurz hinter einer Felsnase und tauchte dann, ein Stück nähergekommen, wieder auf.
Den Wagen ihres Vaters erkannte sie selbst aus dieser Entfernung. Im Hochland Schottlands waren Automobile ein seltener Anblick, und es war jedes Mal ein Ereignis, wenn eines vorbeifuhr. Die Einwohner des Dorfes würden es zur Kenntnis nehmen, sich fragen, wem es gehörte und wohin es wohl fuhr. So war es gewesen, als Papa sie hierher gebracht hatte. Ihre Großtante Martha hatte die Gerüchteküche schnell zum Schweigen gebracht und verlauten lassen, Helen wohne bei ihr, um auf die Geburt ihres Kindes zu warten, während ihr Mann als Soldat in Frankreich kämpfte. Ob das hingenommen wurde, wusste Helen nicht, doch es war ihr auch gleichgültig.
Anfangs war es gar nicht so schlecht gewesen. Bevor ihr Bauch sich erkennbar rundete, hatte sie spazieren gehen, einkaufen, mit dem Pfarrer und seiner Frau Tee trinken und davon träumen dürfen, dass Oliver kommen und sie retten würde. Dann wäre die Welt wieder in Ordnung gewesen.
Als die Wochen jedoch ins Land zogen und kein Brief von ihm eintraf, verfiel sie in eine Art Lethargie, ein Gefühl, dass sie
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