Bővebb ismertető
Vorwort von Carl SaganDie erste gründliche Erkundung des Sonnensystems, in dem wir zu Hause sind, ist ein bedeutendes Unterfangen, für das die Menschheit dieser Epoche viel Mühe aufwendet. Die Planeten sind nicht länger geheimnisvolle Lichter, die langsam über den Nachthimmel wandern; wir beginnen, sie als eigene Welten zu begreifen. Wir haben robuste, unbemannte Raumsonden zu den Planeten Merkur bis Saturn gelenkt. Auf dem Mond, der Venus und dem Mars sind Raumfahrzeuge gelandet, und wir besitzen heute auch Nahaufnahmen von Jupiter und Saturn. Einige dieser Planeten sind klein und bestehen aus Gestein und Metall wie die Erde. Andere sind wie Jupiter riesige wolkenverhangene Kugeln aus Wasserstoff. Keiner der Himmelskörper gleicht genau der Erde. Zwischen den Planeten unseres Sotmensy-stems tummelt sich eine Unzahl kleinerer Objekte: Monde, davon einige sogar mit Atmosphären, Asteroiden, Kometen, die Partikel, die die Ringe um Saturn und Uranus bilden.Diese fernen Welten sind nicht nur um ihrer selbst willen interessant oder weil sie in uns die Abenteuerlust wecken, sondern weil sie uns im Vergleich mit der Erde Aufschlüsse darüber liefern können, wie die Geschichte unseres Planeten unter etwas modifizierten Bedingungen auch hätte verlaufen können. Oder, was uns in der Zukunft ereilen könnte, wenn wir leichtfertig sind. Die Erforschung der Planetenhat also nicht nur romantische, sondern auch sehr praktische Motive.Für jede bedeutende Forschungsexpedition zieht man Reiseführer zu Rate, Beschreibungen exotischer, weit entfernter Länder. Das erste Kapitel dieses Buches bietet eine solche Einführung für all jene, die ihr Augenmerk erstmals auf den Weltraum richten. Der Text von Peter Ryan ist unkompliziert und allgemeinverständlich geschrieben und basiert auf dem neuesten Wissensstand. Die vielen Fotografien - besonders die, die von unbemannten Satelliten aufgenommen wurden - vermitteln ein reales Bild von Welten, die früher nur in Träumen erreicht werden konnten. Ludek Peseks Zeichnungen haben eine Unmittelbarkeit, zeugen von so viel Einfühlungsvermögen in diese anderen Welten, daß sie jeden Leser begeistern werden. Natürlich interessieren sich nicht nur die Jungen für den Weltraum, doch die Jugend fühlt sich in besonderer Weise betroffen - denn sie wird in der Zukunft, in einem Zeitalter leben, in dem Reisen zwischen der Erde und von Menschen errichteten Außenposten auf anderen, weit entfernten Welten vielleicht möglich sein werden. Wer einen Blick auf diese Zukunft werfen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.Carl SaganLabor für Planetenstudien, Cornell UniversitätGeleitwortAm Tag, an dem ich von diesem Buch erfuhr, bewegte sich die Raumsonde Voyager I gerade an Saturn vorbei, und die Menschheit erfuhr von der Vielfalt der Ringe dieses Planeten, die fast wie die Rillen einer Schallplatte ineinander liegen. Da gab es von der deutschen Ausgabe die ersten Druckfahnen. Es gelang dem Verlag sogleich, die wichtigsten Aufnahmen dieser Mission noch in das Buch zu bringen. Nun liegt das endgültige Werk vor, und wir sehen auch die neuen Bilder, von Voyager draußen im Raum aufgenommen, vom Computer auf der Erde hergestellt und von den Astronomen noch nicht vollständig verstanden. Sicher sind die Bilder das wichtigste in diesem Buch: Klassische Fotografien, Computerbilder des Weltraumzeitalters und Ludek Peseks wunderbare Gemälde; dazu anschauUche, erklärende Diagramme. Aber es ist nicht nur ein BUderbuch, der Text erklärt, bringt auch denen noch Neues, die glauben, sie würden sich im Sonnensystem auskennen. Es schneidet viele Fragen an, die wir bis heute noch nicht beantworten können.denn, obwohl wir vieles gelernt und verstanden haben, gibt uns unser Sonnensystem noch viele Rätsel auf. Bringt mir einen Stein vom Mond, hat ein bekannter Astrophysiker eitmial gesagt, und ich erzähle euch, wie das Sonnensystem entstanden ist. Man hat ihm inzwischen einen ganzen Sack voll Mondgestein gebracht, wir sind daraus kaum klüger geworden.Möge das Buch in seinen Lesern etwas von der Neugierde wecken und der Faszination, die uns Astronomen erfaßt, wenn wir neue, bessere Aufnahmen und Messungen von Himmelskörpern zu Gesicht bekommen!Rudolf KippenhahnDirektor am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik, München, Honorarprofessor an der Ludwig-Maximilian-Universität München, Verfasser des populären Buches Hundert MiUiarden Sonnen, Piper-Verlag München 1980