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Dies wäre ein guter Moment, um zu sterben, dachte Flora, während ihr die Tränen über die Wangen liefen. Die Zeit stand einen Moment lang still, wie um den Augenblick zu würdigen, dann zog die Hebamme Concettina mit einem Ruck den blauen Vorhang auf. Das sanfte Rosa der Morgendämmerung drang in den Raum. Flora weinte immer noch. Sie lag in einer warmen, klebrigen Lache, wahrscheinlich Blut, sie hatte nicht nachgeschaut. Ihre Oberschenkel zitterten von der Anstrengung der vorangegangenen Stunde. Es war vorbei. Ab und an fuhr noch ein Echo des Schmerzes durch sie hindurch und sammelte sich krampfend in ihrem Unterleib. Sie sah, wie die Wände immer heller wurden und die Farben mit dem Tageslicht zurückkehrten. Sie hatte diese Zeit am frühen Morgen schon immer geliebt. Aus dem Radio von Signora Mantelli war Klaviermusik zu hören. Die dunklen Töne drangen aus dem Erdgeschoss durch das offene Fenster und verklangen allmählich im langsamen Rhythmus des Stücks. Die Tränen liefen weiter an Floras Schläfen entlang, hinunter in ihr verschwitztes dunkles Haar, Wenn man so glücklich ist, muss sterben ganz leicht sein, ging ihr durch den Kopf
»Ah, das Bett, das gute Bett, die guten Matratzen .,.«, murrte die Hebamme und strich sich die wenigen grauen Haare auf dem Kopf glatt. »Warum hast du mich nicht früher gerufen? Da wäre noch Zeit gewesen, dich auf den Tisch in der Küche zu packen «