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Das Tal der Könige [antikvár]

Anna Maria Donadoni Roveri

 
Die Herrscher der Orte der ReinheitSeht, jener der wie ein König beerdigt war, ist aus seinem Sarkophag gezerrt. Das Geheimnis der Pyramiden ist verletzt. . . Seht, derjenige, der nicht einmal Holz für einen Sarg hatte, errichtet sich jetzt ein Grab. Seht, die Herrscher der Orte der Reinheit der Gräber sind in die Wüste vertrieben, (aus: Die Klagen des Ipuwer) Diejenigen, die mit Granit bauten und schöne Dinge durch schöne Arbeit errichteten,als diejenigen, denen sie diese Dinge erbauten, zu Göttern wurden, ihre Opfertische sind genauso...
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Die Herrscher der Orte der ReinheitSeht, jener der wie ein König beerdigt war, ist aus seinem Sarkophag gezerrt. Das Geheimnis der Pyramiden ist verletzt. . . Seht, derjenige, der nicht einmal Holz für einen Sarg hatte, errichtet sich jetzt ein Grab. Seht, die Herrscher der Orte der Reinheit der Gräber sind in die Wüste vertrieben, (aus: Die Klagen des Ipuwer) Diejenigen, die mit Granit bauten und schöne Dinge durch schöne Arbeit errichteten,als diejenigen, denen sie diese Dinge erbauten, zu Göttern wurden, ihre Opfertische sind genauso leer wie die der Unglücklichen, gestorben an denUfern,ohne Hinterbliebene auf dieser Erde, die das Wasser wegschwemmt und auch die Sonne verhält sich so so daß die Fische am Rande des Wassers mit ihnen sprechen.(aus: Dialog eines Verzweifelten mit seiner Seele).So wird in zwei Schriftstücken aus der Ersten Zwischenzeit (ca. 2180-2130 v. Chr.) die Entweihung der Pyramiden beklagt, die in dieser Epoche, wie auch heute, königliche Macht symbolisierten: eine fest gefügte, undurchdringliche Struktur, der Sitz der Ewigkeit für den Gott einer ebenso festgefügten und unabänderlichen Weit.Die wirtschaftliche und soziale Krise am Ende des Alten Reiches erschütterte das Ordnungsprinzip der Hierarchie. Der Zerfall der nationalen Einheit Ägyptens und das Entstehen zahlreicher Fürstentümer waren die Folge (nicht ohne Grund wird diese Epoche auch Feudalzeit genannt). Das unerschütterliche Vertrauen in die Ordnung des Kosmos, die auf der Gegenwart des Pharao beruhte - dem Gott auf Erden und Garant für vollkommene Stabilität -, zerbrach. Die daraus resultierende innenpolitische Schwäche wurde durch das schwere Los der königlichen Leichname, die das Schicksal der Armen ereilte, widergespiegelt. Dies ist umso mehr von Bedeutung,als in älteren Epochen einzig der Besitz einer Grabstätte das Weiterleben sicherte (erst viel später war das Weiterleben an moralische Werte gebunden). Das Schicksal derer, die kein Grab hatten, war die völlige Auflösung und Nichtexistenz. Das Grab selbst ist ein königliches Vorrecht und spiegelt in seiner Bauweise die gesellschaftliche Hierarchie wider.In der prähistorischen Epoche wichen die Begräbnisriten der Herrscher nur geringfügig von denen des Volkes ab. Die Gräber bedeutender Persönlichkleiten unterschieden sich lediglich durch ein angebrachtes Signum oder wertvollere Grabbeigaben. Im Thiniten-Zeit-alter waren die Gräber (mastaba) der Regenten und der privilegierten Schicht komplexer und hatten einen gegliederten Aufbau. Bereits zu dieser Zeit lassen sich die für alle ägyptischen Bestattungen typischen Charakteristika erkennen: Die klare Trennung zwischen Grab- und Kultstätte, analog zu den Wohnhäusern, die ebenfalls eine klare Trennung zwischen dem öffentlichen (diwan) und dem privaten Bereich (harem) aufwiesen. Erst zu Beginn der 3. Dynastie (gegen 2680 v. Chr.) zeigte sich unter dem Pharao Djoser eine deutliche Hierarchisierung, erkennbar an der Einführung der ersten Stufenpyramide, die nichts anderes als eine Konstruktion von sechs übereinanderliegenden, sich nach oben verjüngenden Pyramiden war. Während der 4. Dynastie (ca. 2615-2498), der Blütezeit des Alten Reiches und der Beiden Länder, entstanden unter den Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos die großen Pyramiden von Gizeh. In den zwei folgenden Dynastien wurden kleinere Pyramiden errichtet, deren Innenwände mit sehr bedeutenden religiösen Texten, den sogenannten Pyramidentexten, überzogen waren.Die Errichtung von Grabmälern war eng verbunden mit der Anlage von Totenstätten und der Gegenwart von Priestern, die eine Weiterführung der Opfergaben sicherten. Als jedoch gegen Ende des Alten Reiches die Grä-

Termékadatok

Cím: Das Tal der Könige [antikvár]
Szerző: Anna Maria Donadoni Roveri
Kiadó: Atlantis
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
ISBN: 3881995587
Méret: 170 mm x 250 mm
Anna Maria Donadoni Roveri művei
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