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Das Treppenphánomen an der Halswirbelsáule Von Gy. Gaizler 8 Abbildungen Aus der Röntgen-Abteilung (Chefarzt: Dr. Gy. Gaizler) der Poliklinik (Direktor: Dr. Fr. Kövér) des XX. Bezirkes in Budapest, Ungam Die Hinterfláchen der Wirbelkörper bilden bei bequemer, ortkoptischer Haltung meistens eine ungebrochene Kurve - an der Hals- und Lendenwirbelsáule lordotisch, an der Brustwirbelsáule kyphotisch gebogen. Es kommt aber vor, besonders bei Ante- und Retroflexion, daB die Wirbelkörper gegeneinander verschoben zu sein scheinen - wir sehen kleine Treppen oder Stufen. Diese Erscheinung wurde Stufenbildung oder Treppenphánomen genannt. Über die Beurteilung des Treppenphánomens herrschen áuBerste Meinungsverschiedenheiten. Bakke und Dittmar beschrieben kleine, 1-2 mm nicht überschreitende Verschiebungen der Wirbelkörper durch aus als normál. Junghanns und Muniean halién die Stufenbildung für pathologiseh: sie soll Frühzeichen einer Bewegungsse^u lenti ockerung sein. Nach Ross zeigt das Treppenphánomen einen „Locus minoris resistentiae" an; im betroffenen Abschnitt der Wirbelsáule soll die Gefahr einer frühzeitigen Spondyloseentwicklung bestelien. Penning áuBert sich dahingehend, daB eine Bewegungssegmentlockerung radiologisch noch nie bewiesen wurde. Es schien mir berechtigt, die Bedeutung des Treppenphánomens radiologisch-klinisch und theoretisch náher zu íiberprüfen. Ich liabe von 100 beschwerdefreien Personen im Altér von 15-25 Jahren Funktionsanalysen gemacht. Es wurden in bequemer Haltung, orthoptisch, dann in extremer Ante- und B-etroflexion je eine seitliche Röntgenaufnalime von der Halswirbelsáule angefertigt. (Diese Aufnahmeserie habe ich 1969 „Flexiogramm" genannt.) Sámtliche Wirbel waren der Form nach gesund, die Höhe der Zwischenwirbelscheiben war durchweg erhalten. Ich habe (1968) das Treppenphánomen bei weit mehr als der Hálfte der Geprüften (87%) gefunden. Es waren je-