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Alles Sinnen und Trachten des Menschen ist so Instinktgebunden wie das Verhalten des Steinzeitmenschen. (Konrad Lorenz)VorwortKaum etwas anderes kann soviel zu unserer Lebensqualität und Lebenserfüllung beitragen wie eine rundum gut funktionierende Paarbeziehung. Doch statt eine Quelle von Geborgenheit, Selbstvertrauen, Inspiration und Extase zu sein, sind Partnerschaften zwischen Mann und Frau heutzutage eher durch Stress, Ängste, Verzweiflung und Selbstverleugnung geprägt. Ist die anfängliche Euphorie erst einmal verflogen und die Illusion, den Traumpartner gefunden zu haben, geplatzt, werden häufig enorme Anstrengungen unternommen, um zumindest den Anschein von Harmonie aufrechtzuerhalten. Irgendwann wird dann gewöhnlich ein Ende mit Schrecken einem Schrecken ohne Ende vorgezogen. Die seit Jahrzehnten stetig steigenden Scheidungszahlen sprechen eine deutliche Sprache. Fast nie macht jemand eigenes Unvermögen oder seinen mangelnden Realitätssinn für das Scheitern einer Beziehung verantwortlich, fast immer wird die Schuld beim anderen gesucht, dessen größtes Verbrechen meist darin besteht, den eigenen Vorstellungen vom idealen Partner nicht zu entsprechen. Die feste Uberzeugung, betrogen und getäuscht worden zu sein, löscht nicht selten jedes Gefühl von Liebe, das dem Partner gegenüber einmal empfunden wurde, schlagartig oder nach und nach aus. In dem Maße, wie die Liebe zum realen Partner abnimmt, steigt die Verliebtheit in die eigenen, mehr oder weniger infantilen Phantasien. Ein Teufelskreislauf kommt in Gang, an dessen