Bővebb ismertető
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Die Fenster meiner Krankenzimmer, vom Bett aus gesehen fast immer rechts gelegen, scheinen zur verbotenen, meist unmöglichen Seitenlage aufzufordern. Also drehe ich meinen Kopf dem verglasten, selten geöffneten Viereck entgegen, messe Verzw^eiflung und Hoffnung am eintönigen Bild, das, wetterbedingt und den Jahreszeiten entsprechend, magere Abwechslung bietet. Da war, vor kaum drei Monaten, im Schweizer Spital ein Kastanienbaum, ich hatte seine Kerzen weißlich blühen und gelblichgrau schrumpfen sehen, hatte den täglichen, ihm gezollten Jubel aller Tag-, Nacht- und Mittagsstundenersatzschwestern hingenommen, bis er, mir verleidet, zum teilnahms- und erbarmungslos beobachtenden Kritikaster geworden, bis ich ihn des schadenfrohen Spionierens für schuldig befand und in ihm den saft-, kraft-, gesundheitsstrotzenden Feistling sah, der seine Vielästigkeit benutzte, um sich an Leben, an heftigem und langsamem Sterben in sämtlichen Krebs-, Intensiv- und septischen Stationen zu weiden und selbst seine Wurzeln nach Thermographie-, Mammographie-, Kobalt- und Röntgenkellern auszustrecken, bis ich nach Wochen seine Hoffnungslosigkeit zu meiner werden ließ: nie mehr herauszukommen, ich aus dem weißen Quadrat meines Raumes, er aus dem grauen seines Hofes. Damals hatte ich nichts vom Urteil geahnt. Das Leben scheint sich einzurichten auf ein Vor, auf ein Nach. Seit gestern werde ich Vor-Urteil und Nach-Urteil denken.
Und vor dem Kastanienbaum war es eine Palme und das Dach einer Garage gewesen. Es war eine lahme Palme, mit ölver-schmierten, auberginfarbenen Blättern, die sich nur einmal im subtropischen Sturm verärgert hin und her warfen, um dann wieder gleichgültig-reglos, oberhalb eines Stammes, der die