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VORWORT
Wenn man bedenkt, was die Heiligen sind: Freunde Gottes, auserwählte Werkzeuge in der Hand des Weltregierers, Helden, die das verwirklicht und gelebt haben, was als Ideal die Sehnsucht jedes Menschen guten Willens ist, innerliche Menschen, denen die Seligpreisungen Christi gelten, und zugleich Menschen von weltweiter Wirkung, über die der Historiker auf den schönsten Seiten seiner Geschichte spricht, dann muß der ernsthafte Versuch, von diesen Außergewöhnlichen wahre Bildnisse zu zeigen, die ihre äußere Erscheinung getreu festhalten und darin ihr inneres Wesen faßbar und erlebbar machen, eine Bemühung um eine würdige Sache sein. Dieses Buch will beglaubigte Bildnisse der Heiligen zum Beschauen darbieten. Was die Absicht der Hersteller fast aller hier gezeigten Bildwerke war, die sich im Dienste der Wirklichkeit bemühten, das Gesicht dieser außerordentlichen Menschen festzuhalten und für Freunde und Zeitgenossen und die große Gemeinschaft der Gläubigen wiederzugeben, diese sachliche Wiedergabe des wahren Gesichtes der Heiligen ist auch die Absicht dieses Buches: Das echte Bild!
Die neue Auflage dieses Buches unterscheidet sich von der ersten [1938] und auch von der amerikanischen Ausgabe [New York 194J] sowie der englischen [London 1948] dadurch, daß eine Anzahl neuer Porträts gezeigt werden kann, besonders von jenen Heiligen, die seit 19j8 kanonisiert worden sind. Um das Buch zu verbilligen, sind etwa jo Bildnisse mit nur geringem Porträtwert fortgelassen. Die weniger guten Bildnisse von zwanzig Heiligen, auf die man nicht gern ganz verzichten möchte, sind zu je vieren auf einer Seite vereinigt worden. Trotz aller Bemühungen fehlen immer noch einige wenige Porträts, zum Beispiel der Heiligen Michael de Sanctis, Josef von Leonissa, Maria Michaela vom heiligsten Sakrament, sowie die Totenmaske des heiligen Gerhard Majella. Von mehreren Heiligen werden Schriftproben gezeigt [S. jiy—324J. Ein Sternchen bei der Seitenzahl der Bildnisse weist auf diese Schriftproben hin. Eine spanische Ausgabe ist in Vorbereitung. Der Text ist vielfach ergänzt worden, um die persönliche Eigenart, die besonderen Züge des Frömmigkeitslebens, gewissermaßen das innere Bild der Heiligen deutlicher zu zeigen. In den einleitenden Kapiteln wurde zu verschiedenen theologischen Fragen, wie Heiligkeit und Wunder außerhalb der