Bővebb ismertető
Vorwort
Die Wassermengen der Erde besitzen mit etwa 1 445 Mio km^ gewaltige Ausmaße. Davon enthält allein das Weltmeer rund 1 370 Mio km'^ (s. Tab. la). Obwohl im Jahresmittel ungefähr 37 500 km^ bzW. durchschnittlich in der Sekunde fast 1 200 000 m'^ Wasser von den Landflächen der Erde in das Meer gelangen, vergingen dennoch nahezu 36 533 Jahre, um die Becken des Weltmeeres bis zum jetzigen Meeresniveau aufzufüllen. Dagegen würde die Elbe mit ihrer derzeitigen durchschnittlichen jährlichen Abflußmenge von nur rund 23,7 km^ bzw. 750 mVs sogar beinahe 58 Mio Jahre (57,81 Mio Jahre) benötigen, um den Weltmeerspiegel bis zum heutigen Stande ansteigen zu lassen.
Folgende geschätzte Mengen an Material sollen im jährlichen Durchschnitt in das Weltmeer gelangen (nach S. Judson, 1968, S. 35):
in Mio t/Jahr
durch die Flüsse
vor menschlicher Einflußnahme 9 300
nach menschlicher Einflußnahme 24 300
durch die Gletscher 100
durch den Wind . 60 bis 360
aus außerirdischen Bereichen 0,35 bis 1,40
Das Wasser, das in das Meer fließt, die Landoberfläche formt, Material transportiert und unentbehrlich für das Leben ist, läßt sich nicht überall auf den Landflächen der Erde in reichlichem Maße antreffen. In der Zukunft kann sicherlich durch die Meerwasserentsalzung, die allerdings noch in den Anfängen steckt, Trinkwasser - zunächst vor allem für die küstennahen Bereiche -in genügender Menge und Güte gewonnen werden. Gegenwärtig und in absehbarer Zukunft aber erfordert der Kampf gegen die Verunreinigung des Wassers und für die Verbesserung der Wassergüte, die Nutzung des natürlichen Wasserdargebotes und seine günstigere Verteilung über Raum und Zeit sowie die Erkundung weiterer nutzbarer Wasservorräte auf dem Festlande alle erdenklichen Anstrengungen, um die Wasserversorgung zu sichern.
Über die Lehre vom Wasser (Hydrologie), über die Erscheinungsformen des Wassers über, auf und unter der Erdoberfläche, die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen untereinander und mit den umgebenden Medien sollen die nachfolgenden Ausführungen Auskünfte geben, wobei in diesem Rahmen die Meereskunde nicht berücksichtigt wird.