Bővebb ismertető
IIn meiner Kindheit fuhr ich jeden Sommer nach Korjukow zu meinem Großvater. Wir gingen zusammen in die Kor-jukowa baden, einem kleinen, schnellen und tiefen Flüß-chen, drei Kilometer vom Ort entfernt. Auf einer Anhöhe, die ganz mit einem ungewöhnlichen gelben niedergedrückten Gras bewachsen war, zogen wir uns aus. Vom Pferdestall des Sowchos kam der angenehme, herbe Geruch von Pferden herüber; man hörte das Aufschlagen ihrer Hufe auf dem Bretterweg. Großvater trieb seine Stute ins Wasser und schwamm neben ihr her, wobei er sich an der Mähne festhielt. Neben dem wild blickenden Auge des Pferdes hob sich Großvaters massiger Schädel mit den auf der Stirn verklebten nassen Haaren und dem schwarzen Zigeunerbart deutlich von der weißen Gischt der kleinen Wellen ab. So setzten wahrscheinlich einst die Petschenegen über den Fluß.Mein Großvater liebt mich; ich bin sein einziger Enkel, und auch ich habe ihn sehr gern. Ihm verdanke ich die schönsten Erinnerungen meiner Kindheit, die bis heute noch in mir wach sind. Noch jetzt, wenn er mich mit seiner breiten, schweren Hand berührt, schlägt mir das Herz schneller.Kurz nach der Aufnahmeprüfung für die Universität, am zwanzigsten August, kam ich in Korjukow an. Ich hatte die Prüfung nur mit Zwei bestanden, und es war klar, daß ich mit einem Studienplatz nicht rechnen konnte.Großvater erwartete mich auf dem Bahnsteig. Er sah noch genauso aus wie vor fünf Jahren, als wir hier auf dem Bahnhof voneinander Abschied genommen hatten. Sein kurzer, dichter Bart war ein wenig grau geworden, sein Gesicht mit den breiten Backenknochen aber immer noch von marmorner Weiße; seine grauen Augen blickten noch genauso lebhaft wie früher. Er trug immer noch denselben abgenutzten dunklen Anzug, die Hosenbeine in die Stiefel gesteckt. Er ging im Sommer wie im Winter in Stie-5