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Buch
Irland in den Sechzigern: Die gesellschaftlichen Moralvor-
stellungen werden von den strengen Geboten der katho-
lischen Kirche bestimmt. Als die junge Sheila Crosby ihr
Chemiestudium an der Universität von Galway aufnimmt,
verspürt sie zum ersten Mal so etwas wie Freiheit und
Selbstbestimmung. Hier hat sie ihr erstes sexuelles Erlebnis,
und die unausweichlichen Konsequenzen dieser Begegnung
verändern den Lauf ihres Lebens.
Denn Sheila wird schwanger und ist als ledige Mutter ge-
zwungen, ihre kleine Tochter Karen zur Adoption freizuge-
ben. Unter der Last ihrer Gewissensbisse und der unerfüll-
ten Sehnsucht nach ihrem Kind verliert sie jeglichen
Ehrgeiz, ihr Studium zu beenden. Erst nach langen Zeiten
der Depression beschließt sie, trotzdem etwas aus ihrem
Leben zu machen. Sie entwickelt eine eigene Kosmetikreihe
für Frauen, gründet eine kleine Firma und wird zur erfolg-
reichen Geschäftsfrau.
Doch das Schicksal ihrer Tochter lässt ihr keine Ruhe. Sheila
begibt sich auf die Suche nach ihr - eine Suche, die ihr Leben
unwiderruflich verändern wird
Mary McCarthy hat einen eindringlichen Roman über den
Kampf einer Frau um Anerkennung und Liebe und über das
Schicksal einer irischen Familie geschrieben, in dem sie die
Heuchelei hinter der scheinbar intakten gesellschaftlichen
Fassade ebenso aufzeigt wie die große Fähigkeit zu Liebe
und Solidarität zwischen Freunden und Verwandten, zwi-
schen einer Mutter und ihrer Tochter.