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Die wirtschaftliche Lage I
DB!
Heft 12 Dexember 1960 8. Jahrgang
Deutsche Bauzeitschrift
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Die Konjunktur in d«r Bundesrepublik tiat ihren Höttepunkt noch nicht überschritten. Dos ist die Feststellung, die dos Bundesministerium für Wirtschaft in seinem letzten Lagebericht trifft. Im September setzte der Herbst-aufschwung in den meisten Bereichen der Wirtschaft deutlich em. Seme Ent-faltung wird jedoch durch den verringerten Angebotsspielraum gebremst. Immerhin konnte die Produktion etwas mehr als saisonüblich erhöht werden; sie war um 7,5% größer als vor einem Jahr. Das Außenhandelsvolumen übertraf den vergleichbaren Vorjahrsstand um rund 9 %. und der Ausfuhrüberschuß erhöhte sich auf mehr als eine halbe Milliarde DM. Besonders kräftig weiteten sich die Umsätze des Einzelhandels mit einer Wachstumsrate von 11 % gegenüber September 1959 aus. Die Auftragseingänge bei der Industne waren im August um 25% größer als vor einem Jahr und überschritten die Umsätze weiterhin um rund ein Zehntel. Auch im September dürften die Auftragsbestände erneut zugenommen haben. Am Arbeitsmarkt haben sich die Spannungen noch keineswegs gelockert; auf einen Arbeitslosen kamen Ende September fünf offene Stellen, und die Arbeitslosenquote ging auf O.S % zurück. Der Lohnaufirieb setzte sich beschleunigt fort; die im September abgeschlossenen Tarifverträge brachten im Durchschnitt Lohnerhöhungen von über 10%; in einzelnen Fällen wurden sogar wesentlich höhere Lohnsteigerungen vereinbart. Die Preisentwicklung ouf den industriellen Erzeugermärkten ist unverändert aufwärts gerichtet. Desgleichen steigen die Verbraucherpreise für gewerbliche Konsumgüter und Dienstleistungen. Auf dem monetären Gebiet war der Beginn der Herbstsaison durch eine lußerordentlich kräftige Kreditausweitung gekennzeichnet.
Diese gesamtwirtschaftlichen Daten sehen aus. Dennoch wurde daß sich die Konjunk fungserscheinungen ii dem Weltmarkt verw Situation auf einzeln zwischen vorübergehi konjunkturellen und mehr kurzfristige Ent der traditionellen V< Anwachsen der Lage verbrouch nicht in ei schlug. Angesichts de nur eine Frage der Z Industrie wiedi Hier kam zu i arfaeitern eine Verrii vor allem die Stahlfli
abzusehen ist. Der weiter kräftig wachsen« sichert den Erzeugern jedoch nach wie vor eil verstärkten Konkurrenz am Weltmarkt hänger Absatzschwierigkeiten In der Fahrzeugindusl überwiegend Ausdruck eines strukturellen Wa die mit steigendem Einkommen nicht nur zu größen sondern auch mehr von der Mode abhängig wird. Hi konjunktur verbundene Einkommenssteigerung die s turprozesse beschleunigt.
Auf die konjunkturelle Gesomtsituation in der Bui portiellen Abschwächungstendenzen bislang kein< anhaltende und teilweise weiter verstärkte Auftriebsfaktoren in anderen Bereichen überkompensiert werden. Sicher ist das Konjunkturbiid differenzierter geworden. Das kann aber nach 1 % Jahren des konjunkturellen Aufschwungs ebensowenig überraschen wie die Tatsache, daß nunmehr die Wachstumsraten gegenüber dem außerordentlich hohen Vorjohrsniveou allmählich kleiner werden. Solange nicht erkennbar wird, daß sich dadurch das Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot entscheidend < ringért, besteht für den Wirtschaftspolitiker anders als bisher zu beurteilen. Man wird zw Märkten sehr sorgfältig beobachten müssen, vereinzelten Abschwächungssymptomen auf e der Gesamtlage zu schließen. Gegen die
ig nach Konjunkturberuhigung in letzter Zeit verschiedentlich die Meinung geäußert, lur bereits abschwäche. Es wird auf bestimmte Dämp< 1 einzelnen Zweigen der deutschen Wirtschaft und auf iesen. In der Tot läßt sich ein gewisser Wandel der in Märkten nicht übersehen. Dabei sollte man aber inden und längerfristigen Erscheinungen sowiezwischen strukturbedingten Vorgängen unterscheiden. Um eine fvicklung handelt es sich bei der Entspannung in Teilen rbrauchsgüterindustrie. Diese war bedingt durch ein -bestände beim Handel, so doß sich der steigende End-ler entsprechenden Zunahme der Bestellungen nieder-der beschleunigten Verbrauchsausweitung dürfte es aber r Zeit sein, bis der Handel seine Auftragserteilungen on die 'ergrößert. Etwas anders liegen die Dinge am Stahlmarkt. Beendigung des Lageraufbaus bei den inländischen Ver-rringerung der Absatzmöglichkeiten am Weltmorkt, wobei in Amerika eine Rolle spielt, deren Ende noch nicht e inländische Stahlverbrauch e hohe Beschäftigung. Mit der zum Teil auch die vereinzelten •ie zusammen. Sie sind aber idels der Nochfroge im Inland, I Fahrzeugen tendiert, r hat die mit der Hoch-:h anbahnenden Struk-
Indesrepublik haben die n Einfluß, da sie durch