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Ein Flugzeug stürzt abDie Bahnstation befand sich ungefähr einen Kilometer außerhalb des Ortes und war mit ihm durch eine staubige Lindenallee verbunden. Wenn es regnete, wurde sie morastig, und in ihren vielen Löchern standen noch tagelang Pfützen. Die Fahrgäste der wenigen Züge, die hier hielten, und sogar die Pferdefuhrwerke, die Frachtgut zwischen 'Stadt und Bahnhof transportieren, hatten dann Mühe, vorwärts zu kommen.Nur dreimal täglich kamen auf diesem Nebengleis Züge aus Ratibor an, morgens, mittags und abends. Stationsvorsteher August Pionczyk stand auch heute vorschriftsmäßig in der Fahrtrichtung des Zuges und hob die Kelle für den Lokomotivführer. Fauchend und weiße Dampfwolken ausstoßend, setzte sich die Lokomotive langsam in Bewegung, dumpf grollend polterten die Räder der fünf Wagen über die Schienen. Pionczyk sah dem Zug noch eine Weile hinterher, bis er hinter einer Biegung im Wald verschwunden war, dann machte er kehrt und ging mit kurzen festen Schritten über den Bahnsteig in seinen Dienstraum. Bald darauf erschien er wieder im Freien, dieses Mal ohne Kelle, denn der eben abgefahrene Zug würde erst in einigen Stunden zurückkehren und er bis Mittag Ruhe haben. Pionczyk blinzelte in den sonnigen Apriltag. Über den Wiesen jenseits der Lindenallee und des Bahnhofsgeländes schwebte silberner, morgendlicher Dunst. Wenn die Sonne höher stieg, würde er sich auflösen. Die Luft roch würzig. Auf der anderen Seite des Gleiskörpers, wo der Wald begann, öffneten sich die Knospen an den Eichen und zeigten schon erstes Grün, das wie Konfetti zwischen den Ästen zu schweben schien. August Pionczyk liebte diese Stimmung, die von dieser Jahreszeit ausging, obwohl er beileibe kein Schwärmer war. Er hatte vierundzwanzig Jahre in Wind und Wetter, Eis und Schnee als Stationsvorsteher hinter sich gebracht, und wenn nichts dazwischenkam, würde er in zwei Jahren pensioniert werden. Und was sollte auch dazwischenkommen? Der große Krieg war zu Ende, und hier war stets alles seinen geregelten Weg gelaufen, die Züge und das Leben Er nahm seine Mütze ab, wischte mit dem Taschentuch das Schweißleder aus und kratzte sich den mit kurzgeschorenen weißen Haaren bedeckten Hinterkopf. Danach ging er langsam, die Hände auf dem Rücken verschränkt, den Bahnsteig entlang. Am Ende blieb er stehen, blickte über den weiten ebenen Horizont jenseits des Waldes und dachte daran, daß er abends an seinen Stammtisch in die Goldene Gans" gehen würde.Plötzlich drang ein seltsames Geräusch an seine Ohren. Er wendete sich dem Wald zu, wo es seiner Meinung nach herkam, und lauschte