Bővebb ismertető
Bei Spello, in Itálien:
Begegnung mit Carlo Carretto
ein Vorwort des Herausgebers
In Assisi, 1976, an einem sonnigen italienischen September-morgen, kaufte ich für ein paar Lire eine Fahrkarte. Nach etwa fünfzehn Kilometer Fahrt stieg ich aus dem Zuge. Ich war in Spello und begann die Suche nach Carlo Carretto, der dort in einer Art moderner Einsiedelei leben sollte. Ich hatte vor, aus seinen Büchern einen Sammelband zusam-menzustellen und im St. Bénno-Verlag zu veröffentlichen. Dazu wollte ich seine Meinung hören. Italienisch kann ich nicht, aufier einigen wichtigen Wörtern. So fragte ich mitten in Spello nach Carlo und zugleich nach den „Kleinen Brü-dern", den „piccolo fratelli", zu denen Carlo gehört. „Piccoli fratelli", das war wie ein Zauberwort. Jeder zeigte mir so-fort mit strahlendem Gesicht die Richtung, und so kam ich Stück um Stück voran.
Das Stádtchen war durchquert, eine Landstrafie führte blau-en Hügeln entgegen, als heller Fleck zeigte sich mir das Haus, das ich suchte: ein ehemaliges Franziskanerkloster, jetzt bewohnt von den „piccoli fratelli", den „Kleinen Brü-dern Jesu", hervorgegangen aus der Spiritualitát Charles' de Foucauld, des Mannes aus der Wüste der Sahara, 1916 dort eines gewaltsamen Todes gestorben.
Beim Kloster angekommen, blieb ich stehen. Blauer Hímmel, helles Licht, heifier Wind. Ich schaute mich um: Hö-hen voller Weinberge, auf einer dieser Höhen, nun schon