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Glück
Es ist dieses Bild, das immer wiederkehrt, in meinen Träumen und manchmal auch im Wachsein. Dieses Bild, das solch ein Wohlgefühl, solch eine ursprüngliche Kinderfreude auslöst und auch, wenn es schon längst verblasst ist, noch nachklingt und mir das beschert, was man wohl »Glück« nennt.
In diesen Träumen sehe ich sie - in einer weißen Bluse, in einem grauen Rock -, wie sie auf mich zukommt. Sie hat den Blick fest auf mich gerichtet, auf ihrem Gesicht leuchtet ein Lächeln, so zärtlich und liebevoll, ein Mutterlächeln.
Und dann sehe ich mich selbst, in meiner kurzen blauen Hose, die zerschrammten Knie. Wie ich die Schaufel fallen lasse in den groben grauen Sand, wie ich mich aufrichte und auf sie zugehe, zuerst, dann schneller werde, renne, immer schneller. Auch sie läuft nun, so gut es geht, in ihrem knielangen Rock, auf den schwarzen Büroschuhen, die ihr nur ein ungelenkes Trippeln ermöglichen.
Und dann der Moment, in dem ich sie - beinahe - erreicht habe. Sie öffnet die Arme und ich springe auf sie zu, fast verliert sie das Gleichgewicht und ihre Stimme klingt atemlos und etwas überrascht, mein kleiner Floh.
Warum nur glaube ich, in ihrer Stimme den Schatten von etwas zu hören, vielleicht Traurigkeit?