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Vorwort
Bereits im Jahre 1940 hatte die Wirtschaftsgruppe Elektrizitätsversorgung „Technische Richtlinien für Dampfturbinensteuerungen" mit einer auf die Dauer von 3 Jahren begrenzten Gültigkeit zur Erprobung herausgegeben. Sie sollten als Ergänzung zu den damals bereits bestehenden Vorschriften einen Anhalt für die Auslegung, den Bau und den Betrieb der Dampfturbinensteuerungen geben. Wegen der damaligen äußeren Verhältnisse konnte erst jetzt an eine Neuauflage gedacht werden.
Die stürmische Entwicklung der vergangenen Jahre auf dem Gebiet des Kraftwerkbaues zu immer größeren Leistungseinheiten in Blockbauweise mit hohen Dampfdrücken und Dampftemperaturen, und die größeren Anforderungen an die Netzregelung stellt auch an die Dampfturbinenregelung größere Ansprüche hinsichtlich Sicherheit, Regelgeschwindigkeit und Regelgenauigkeit. Infolgedessen ist die Entwicklung auf dem Gebiet der Turbinenregelung noch in vollem Fluß. Die technischen Richtlinien können nur den derzeitigen Stand widerspiegeln.
Der Titel wurde entsprechend dem heutigen Sprachgebrauch in „Technische Richtlinien für Dampfturbinenr egelungen" geändert. Der zu behandelnde Stoff wurde völlig neu gegliedert und, soweit erforderlich, erweitert, insgesamt jedoch möglichst straff gefaßt. Die Bearbeiter sind davon ausgegangen, daß das primäre Element der Dampfturbinenregelung der Drehzahlregler ist und alle anderen Eingriffe in die Regelung sekundärer Natur sind.
Es erschien zweckmäßig, entgegen den alten Richtlinien die Aufgaben und Grundbegriffe der Turbinenregelung nicht miteinander zu koppeln, sondern getrennt im ersten und zweiten Hauptabschnitt zu behandeln.
Der dritte Hauptabschnitt befaßt sich mit der Auslegung und den Eigenschaften der Dampfturbinenregelung.
Im vierten Hauptabschnitt werden die Bauarten der Drehzahlregler beschrieben.